„Lange Zeit war unklar, ob das Geld für einen Verbleib in der 3. Liga vorhanden ist. Laut Medienberichten fehlten rund 2,7 Millionen Euro.
Heute war die Frist zu der beim Deutschen Fußball-Bund alle Unterlagen inklusive der Zahlungsfähigkeit eingereicht werden mussten. Investor Ismaik antwortete der AZ nur mit den Worten „Sad Day“. Nach Informationen von sechzger.de wurden die Mitarbeiter darüber informiert, dass 1860 absteigen muss. Weiteren Medienberichten zufolge wurde die Drittligalizenz nicht erteilt.
Im offiziellen Clubstatement heißt es, man werde in der kommenden Saison Regionalliga spielen.
1860-Investor Ismaik soll vor der Deadline zuerst für leichte Entwarnung gesorgt haben: Auf Nachfrage von br24sport habe er per WhatsApp mit „3“ geantwortet.
Damit meinte er, wie jetzt bekannt geworden ist, allerdings wohl nicht seinen Support für den Verbleib in der 3. Liga.
Die sportlich für eine weitere Drittligasaison qualifizierten Münchner wollten ein qualvolles Déjà-vu vermeiden – und haben es leider nicht geschafft.
Bereits im Jahr 2017 hatte Ismaik, der stets gegen die 50+1-Regel gewettert hat, um die Kontrolle über den Verein zu übernehmen, nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die für eine Lizenz in der 3. Liga nötige Zahlung von rund 10 Millionen Euro verweigert. Der TSV 1860 musste daraufhin in der Regionalliga einen Neuanfang unternehmen. Damals schaffte er unter Trainer Daniel Bierofka den Aufstieg.
TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA kann Lizenzbedingungen nicht erfüllen
Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA wird aufgrund eines nicht fristgerecht erbrachten Liquiditätsnachweises die erforderliche Zulassung für die 3. Liga durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht erhalten. Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen.
Die Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA arbeitet eng mit erfahrenen Sachverständigen und Beratern aus den Bereichen Insolvenzrecht zusammen. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb unter Wahrung der Rechte und Interessen der Gesellschaft geordnet aufrechtzuerhalten und gemeinsam mit unseren Sponsoringpartnern eine tragfähige Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.
Manfred Paula, Geschäftsführer der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, sagt:
„Ich bedauere die Nichteinhaltung der Finanzierungszusage durch den Gesellschafter HAM International. Bis zuletzt war ich fest davon überzeugt, dass eine Lösung im Interesse der Profifußball-Gesellschaft gefunden werden kann. Dieser Wunsch hat sich leider nicht erfüllt. Wir werden nun all unsere Energie darauf verwenden, einen schlagkräftigen Kader für die kommende Saison in der Regionalliga Bayern aufzustellen.“
Gernot Mang, Präsident des Muttervereins TSV München von 1860 e. V. sagt:
„Diese Entwicklung ist besonders enttäuschend, da sowohl die Geschäftsführung als auch die Vertreter des Muttervereins auf die Einhaltung der getroffenen Zusage vertraut haben. Wir haben uns als Vereinsvertreter immer kompromissbereit gezeigt, können uns aber nicht über satzungs- und verbandsrechtliche Vorgaben hinwegsetzen.“
Herbert Bergmaier, Vorsitzender des Aufsichtsrats der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, erklärt: „Ich bedauere, dass nach der Kündigung der Darlehen keine Einigung zwischen den Gesellschaftern über eine Finanzierung der 3. Liga erzielt werden konnte.““