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Sicher online shoppen 24.11.2025

Der "Fakeshop-Finder" erkennt Betrug jetzt noch schneller

Die Jagd nach Schnäppchen ist eröffnet, doch Vorsicht ist geboten. Gerade jetzt locken unseriöse Anbieter im Internet mit vermeintlichen Top-Deals, versenden dann aber keine oder nur minderwertige Ware.

Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber warnt angesichts der aktuellen Einkaufssaison: „Jetzt starten die Black Friday-Wochen und das Vorweihnachtsgeschäft – gerade auch im Online-Handel. In dieser Zeit locken auch unseriöse Anbieter im Internet mit Schnäppchen.“ Um Verbraucherinnen und Verbraucher effektiv zu schützen, wurde die Neuauflage des Tools forciert. Glauber betont: „Der Fakeshop-Finder bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern ein wirksames Werkzeug an, um sich vor Betrügereien beim Online-Shopping zu schützen. Die Tricks und Maschen von Online-Betrügern werden immer raffinierter.“

Neues Update scannt Werbung auf Social Media

Ein wachsendes Risiko geht von Fakeshops aus, die ihre Fallen gezielt über bezahlte Werbung auf Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok aufstellen. Um diese Gefahr einzudämmen, verfügt der Fakeshop-Finder seit Oktober über ein spezialisiertes Analysemodul. Dieses neue System scannt Werbeanzeigen in den sozialen Medien und sucht gezielt nach typischen Schlüsselbegriffen, die in betrügerischen Kampagnen verwendet werden. Minister Glauber erklärt die Notwendigkeit dieser Weiterentwicklung: „Deshalb ist es wichtig, dass auch der Fakeshop-Finder weiterentwickelt wird und jetzt besonders auch auf Social Media beworbene Fakeshops in den Blick nimmt.“

So funktioniert die kostenlose Prüfung per KI

Das Tool bietet eine einfache Lösung, um Fakeshops zu erkennen. Wer unsicher ist, kopiert die Internetadresse des Shops und fügt sie auf www.fakeshop-finder.nrw ein. Binnen Sekunden prüft eine künstliche Intelligenz die Seite automatisiert auf typische Merkmale unseriöser Anbieter. Das System durchsucht das Internet ständig nach neuen Shops und gleicht diese mit bekannten Betrugsmustern ab. Das Ergebnis ist eine schnelle Einschätzung, ob es sich um ein seriöses Angebot oder potenziellen Online-Betrug handelt.

Erfolgsmodell des Verbraucherschutzes

Hinter dem Projekt steht eine breite Koalition für den Verbraucherschutz. Ursprünglich von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen entwickelt, beteiligen sich mittlerweile zahlreiche Bundesländer – darunter Bayern, Baden-Württemberg und Berlin – an der Finanzierung und Weiterentwicklung. Mit Erfolg: Rund 7,25 Millionen Mal haben Nutzer das Tool bereits verwendet, um Webseiten zu überprüfen. Damit zählt der Fakeshop-Finder zu den meistgenutzten Online-Hilfen der Verbraucherzentralen und ist ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die sicher online shoppen wollen.

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