Bild: Florian Holzherr
23.12.2020

Die neue Brücke am Arnulfpark ist fertig!

Brücke für den Fuß- und Radverkehr

Sie gilt als attraktive Alternative zur Hackerbrücke, Donnersbergerbrücke und Friedenheimer Brücke und verbindet als wesentliches Element der übergeordneten Fahrradrouten den Süden (Schwanthalerhöhe) mit dem Norden (Neuhausen und Maxvorstadt).

OB Dieter Reiter:

„Ein wichtiger Brückenschlag ist hier gelungen und wir freuen uns alle über dieses eindrucksvolle Bauwerk, das termingerecht kurz vor Weihnachten fertig wurde. Zu Fuß und mit dem Rad kann man jetzt sicher, barrierefrei und unbehelligt vom motorisierten Verkehr, der über die Nachbarbrücken verläuft, die Bahngleise überqueren. Zugleich verbindet diese Brücke die Wohn- und Gewerbequartiere auf beiden Seiten der Bahnachse“.

Hier die Pressemeldung der Stadt:

Die Gestaltung der neuen Fuß- und Radwegbrücke basiert auf dem Entwurf des Planungsteams SSF Ingenieure und Lang Hugger Rampp Architekten, das als Sieger aus einem vom Baureferat durchgeführten europaweiten Wettbewerbsverfahren hervorging.

Die Brücke quert in einem leicht gewölbten Bogen auf etwa 240 Metern Länge insgesamt 37 Gleise des Gleisvorfeldes des Hauptbahnhofs München; die nutzbare Breite des Bauwerks variiert zwischen fünf und sechs Metern. Zwei schlanke Stützen im Gleisbereich tragen die Brückenkonstruktion. Die seitliche Verglasung dient der Sicherheit, als Windschutz und ermöglicht eine gute Aussicht auf die Stadt.

Auf beiden Seiten, an der Erika-Mann-Straße und an der Philipp-Loewenfeld-Straße, ermöglichen barrierefreie Rampen, Treppenanlagen und Aufzüge den Zugang. Die beiden Bahnsteige des S-Bahn-Haltepunktes Donnersbergerbrücke können über Bahnsteigtreppen von der neuen Brücke aus erreicht werden.

Eine gleichmäßige Beleuchtung sorgt überall für sichere Verkehrswege

Die nördliche, spiralförmige Auffahrt umfasst eine Gruppe hochstämmiger, licht stehender Bäume. Auf dem Vorplatz wurden 90 größtenteils überdachte Fahrradabstellplätze und Sitzbänke aufgestellt. Eine sechs Meter hohe Wand aus Glaselementen sorgt für Schutz vor Bahnlärm und bildet einen räumlichen Abschluss zu den Gleisen. Unter der südlichen, schleifenförmigen Rampe sind zirka 100 witterungsgeschützte Fahrradabstellplätze entstanden. Auch hier wurden zwischen Treppe und Rampe eine Baumgruppe und Gehölze gepflanzt sowie Sitzbänke und Beleuchtung installiert.

Der stählerne Brückenüberbau musste zunächst auf einem Montagegerüst am nördlichen Zugangsbereich aus Einzelteilen zusammengeschweißt werden. Die fertigen Brückenteile wurden dann abschnittsweise in einem aufwendigen Taktschiebeverfahren Meter für Meter über die Gleisanlagen der Bahn geschoben. Der Stadtrat hatte im Dezember 2017 die Ausführungsgenehmigung für den Bau erteilt.

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