Bild: Dominik Sporer
22.07.2021

Eine Vision wird Realität: „ZEPPELIN – Das Musical“

Ralph Siegel hatte einen Traum und die Idee: Ein Musical zu komponieren über den Pionier der Luftschifffahrt, den berühmten Grafen Zeppelin, zum einen und zum anderen über den letzten Flug der Hindenburg und sein dramatisches Ende. Der Geschichte des visionären Konstrukteurs Graf Zeppelin, sein unbeirrbarer Glaube an die Technik, wird in einer parallelen Handlung der letzte Flug der Hindenburg gegenübergestellt. Somit spannt das neue Musical „Zeppelin“ von Ralph Siegel und Hans Dieter Schreeb einen beeindruckenden Bogen vom Beginn bis zum Ende einer Ära. Der Absturz des Luftschiffes LZ 129 „Die Hindenburg“ gilt als einer eine der tiefgreifendsten Momente in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und hat sich in die Köpfe der Menschen weltweit eingebrannt.

Diese Stars sind Teil des Musicals „Zeppelin“

Mit dem Berliner Buchautor Hans Dieter Schreeb, fand er einen kongenialen Historiker und Partner. Ralph Siegel selbst schrieb die Liedertexte und die teils dramatisch, der Zeit angepasste Musik. Eine Mischung aus kritischem Geschichtsunterricht, bester Unterhaltung und emotionaler Lovestory.

Unter den rund fünfzig Darstellern auf der Bühne, befinden sich unter anderem Stars wie Patrick Stanke, Sandy Mölling („No Angels“), Josefien Kleverlaan, Holly Hylton, Hannes Staffler, Uwe Kröger, Kevin Tarte, Sigmar Solbach (u.a. bekannt aus der RTL-Serie „Dr. Stefan Frank“), Mathias Edenborn, Stefanie Gröning, Kristin Backes, Chris Brose, Alexander Kerbst, Stefanie Kock sowie Tim Wilhelm (u.a. Sänger der Band „Münchner Freiheit“).

Ergreifende Dokumentation bringt Ralph Siegel auf die Idee

„Die Idee, das Musical Zeppelin zu schreiben, entstand, als ich eine Dokumentation über die Kriegsjahre im Fernsehen gesehen habe“, erinnert sich Siegel. „Da flogen Zeppeline über London und gleichzeitig sah ich im Geiste die vielen Zeppeline, die heute oft mit Werbung versehen über das Land fliegen. Ein Luftschiff dieser Größe zu bauen, fand ich schon immer faszinierend. Man muss sich vor Augen halten, dass die Hindenburg, die ja nach dem Tod des Grafen von Zeppelin von Hugo Eckener weiterentwickelt wurde, 245 Meter lang und einen Durchmesser von 40 Metern hatte. Die Lebensgeschichte des Grafen Ferdinand von Zeppelin ist mehr als spannend und ergreifend und reizte mich auch musikalisch sehr. Das war für mich eine einmalige Chance, andere Seiten meiner Kompositionswelt zu zeigen und ein großes historisches Musical zu schreiben. Es fühlt sich für mich ein bisschen wie bei Gershwin an, der ja im Grunde auch als eine Art Schlagerkomponist angefangen hat und später dann mit großem Erfolg ins ernstere Fach gewechselt ist.“

Das Musical „Zeppelin“ wird kein sogenanntes „Compilation-Musicalsein, bei dem man wie bei „Mamma Mia“ oder „Ich war noch niemals in New York“ eine Story um schon bestehende Nummern baut. Auf keinen Fall sollte es gar eine Retrospektive auf das Wirken und Schaffen des erfolgreichsten Schlagerkomponisten Deutschlands werden. Es geht darum historische Gegebenheiten in eine stimmige Story einzubauen. „Hier konnte ich mich von einer völlig neuen Seite zeigen“, betont Siegel, „so haben die Zuschauer Ralph Siegel noch nicht erlebt und sicher auch nicht erwartet.“

„Zeit darf keine Rolle spielen“

Das spannende bei Zeppelin ist ja, dass hier zwei zeitlich getrennte Handlungsstränge nebeneinander ablaufen“, so Siegel. Der eine Strang dreht sich um das Leben und Wirken des Grafen Zeppelin, wohingegen der zweite Strang sich mit der Geschichte und dem Untergang der Hindenburg beschäftigt. In dieser Linie spielt auch die Nazi-Zeit mit dem extremen Rassismus und Judenhass eine Rolle. Ein ambitioniertes Musical wie Zeppelinzu schreiben bedingt daher weit mehr inhaltliche Tiefe, eine neue nachhaltige Einstellung zu Beruf, Erfahrung und bescheiden gesagt ein über viele Jahre erworbenes Können. Szenenmusik zu schreiben, Texte und Story-Verläufe zu vertonen, Darstellern und dem Gesamtwerk ein passendes Soundbett zu verpassen, heißt oft Jahre daran zu feilen. Außerdem muss man sich immer auch auf die Darsteller und ihre Persönlichkeit einstellen und oft auch den Wünschen des Regisseurs und Choreografen folgen. Zeit darf hier keine Rolle spielen und, wann oder wo das Musical aufgeführt wird, weiß am Ende oft nur der liebe Gott.“

Wo dieses Meisterwerk seinen Platz finden sollte, war in diesem Fall aber recht schnell klar. „Das Festspielhaus Neuschwanstein hat mich sofort begeistert, die außergewöhnliche Bühne, die Architektur, die einzigartige Lage und vor allem das Team um Theaterdirektor Benjamin Sahler“, schwärmt Ralph Siegel. Nun soll Siegels Vision Wirklichkeit werden.


Bild: Festspielhaus_Management-GmbH

Festspielhaus in Neuschwanstein freut sich auf das Musical Zeppelin

Für die positive Entwicklung im Festspielhaus Neuschwanstein und dessen Selbstverständnis innerhalb der deutschen Veranstaltungshäuser ist diese Produktion ein weiterer Meilenstein. Die künstlerische Leitung und Regie wird Benjamin Sahler übernehmen. Der Theaterdirektor des Festspielhauses wurde für seine Inszenierung von Ludwig2 Das Musicalmit dem Musical1 Award als beliebtestes Musical ausgezeichnet.

Benjamin Sahler, Theaterdirektor des Festspielhauses und Regisseur von „Zeppelin – Das Musical erklärt: „Wir haben das Festspielhaus in den letzten Jahren auf einen sehr guten Weg gebracht. Mit unseren erfolgreichen Eigenproduktionen hatten wir die Besucherzahlen verdreifacht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Wir haben ein eigenes Ensemble aufgebaut und auch wirtschaftlich endlich die Voraussetzungen für weitere erfolgreiche Jahre am Festspielhaus Neuschwanstein geschaffen. Mit der Welturaufführung von ‚Zeppelin‘ wollen wir diese Erfolgsgeschichte nun fortschreiben.“

„Für Zeppelin habe ich alle Kraftreserven aufgebracht“

Ralph Siegel hat für die Umsetzung seiner Musical-Vision im Festspielhaus selbst die Rolle des Produzenten übernommen. „Für den Zeppelin habe ich alle Kraftreserven aufgebracht und mobilisiert, denn ein Musical dieser Größenordnung, liegt eigentlich jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten. Ich hafte also mit meinem Privatvermögen“, erläutert Siegel. „Darum helfe mir der liebe Gott, die Zuschauer und meine Bank. Aber Spaß beiseite. Mit dem Festspielhaus und dort vor allem auch mit dem Eigentümer Manfred Rietzler habe ich verlässliche Partner, die mich fantastisch unterstützen. Damit bin ich jetzt auch mehr als zuversichtlich: Der Zeppelin wird fliegen und das werden wir jetzt hoffentlich endlich erleben.“

Wie sagte schon der berühmte Ferdinand Graf von Zeppelin: „Man muss nur wollen und daran glauben. Dann wird es gelingen.“ Mit „Zeppelin – Das Musical“ darf sich das Publikum dann auf eine Mischung aus bester Unterhaltung, zeitkritischem Blick auf die Historie und hoch emotionaler Dramatik freuen. „Zeppelin“ ist Melodram und Mysterium – dargeboten in beeindruckenden Bühnenbildern und aufwendigen Kostümen auf einer der größten Musicalbühnen Europas sowie mit einem herausragenden Cast von Musicaldarstellern.

So können Sie das Musical Zeppelin sehen

Die Welturaufführung von Ralph Siegels „Zeppelin“ wurde aufgrund der Coronapandemie mehrfach verschoben und findet nun – nach insgesamt fünf Jahren Vorbereitungszeit – am 16. Oktober 2021 im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen statt. Neben 24 Terminen im Oktober und November 2021 sind weitere Aufführungen im Mai, Juni und Juli 2022 geplant. Alle Spieldaten, Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.das-festspielhaus.de.

Tickets und weitere Informationen gibt’s hier.

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