Münchens Robert Lewandowski jubelt über das Tor zum 1:0. Foto: Carmen Jaspersen
25.04.2019

Finale! Der FC Bayern greift nach dem DFB-Pokal

Die Bayern gewannen am Mittwoch das Halbfinalspiel bei Werder Bremen mit 3:2 (1:0) und beendeten damit ein lange Serie der Hansestädter, die zuvor 31 Jahre in Pokal-Heimspielen unbesiegt geblieben waren. Die Bayern spielen um den DFB-Pokal und damit um Teil eins des Doubles.

Nach der 2:0-Führung der Gäste durch Robert Lewandowski (36.) und Thomas Müller (63.) kamen die Bremer durch Yuya Osako (74.) und Milot Rashica (75.) innerhalb von einer Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Lewandowski mit einem verwandelten Foulelfmeter (80.) den Sieg der Münchner sicherte.

Im Finale um den DFB-Pokal am 25. Mai treffen die Bayern im Berliner Olympiastadion auf das Team von RB Leipzig, das tags zuvor den Hamburger SV mit 3:1 ausgeschaltet hatte.

Diskussionen um den entscheidenden Elfmeter für den FC Bayern

Niko Kovac und Florian Kohfeldt hatten beide einen «packenden Pokalfight» gesehen, doch beim Knackpunkt des Spiels fanden sie nicht zueinander. «Wir sind zwei befreundete Trainer, aber beim Elfmeter sind wir nicht einer Meinung», sagte Werder Bremens Coach Kohfeldt am Mittwochabend nach der Niederlage.


Bremens Trainer Florian Kohfeldt Foto: Christian Charisius

Werder bleibt nur die Zuschauerrolle – was Kohfeldt ungerecht findet, denn den siegbringenden Foulelfmeter, den Robert Lewandowski (83. Minute) verwandelt hatte, stufte er als «brutal» und unberechtigt ein. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte den an diesem Abend kaum zu stoppenden Wirbelwind Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, der Franzose fiel daraufhin und holte so den Strafstoß heraus.

«Neun von zehn Schiedsrichtern hätten da nicht gepfiffen», betonte der Werder-Coach verstimmt. «Da gibt es keine große Diskussion. Das war im Leben kein Elfmeter», befand auch Sportchef Frank Baumann.

Kovac hingegen sprach lediglich von einer harten Entscheidung. «Wenn er nicht pfeift, können wir uns nicht beklagen. Der King (Coman) fällt nicht von allein. Der Ellbogen von Gebre Selassie war schon da, den hätte er besser weglassen sollen», meinte Kovac. Und fügte süffisant hinzu: «Da hat er sich ein bisschen dumm angestellt.»

Videobeweis beim DFB-Pokal

Kohfeldts Ärger richtete sich weniger gegen Schiedsrichter Daniel Siebert, der nach kurzer Rücksprache mit seinen Assistenten bei der Entscheidung blieb, als vielmehr gegen den Videoassistenten Robert Kampka. Der hätte stärker intervenieren müssen, meinte der Werder-Coach. «Ich bin normal ein großer Freund des Videobeweises, aber mit diesem Elfmeterpfiff könnte ich besser leben, wenn es keinen Videoschiedsrichter gegeben hätte», sagte Kohfeldt.


dpa-infocom

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