„Freibier für alle!“ – der legendäre Spruch von Edmund Stoiber wird in Andechs wahr. Zumindest für alle, die Josef, Sepp, Josepha oder Josefine heißen. Am Donnerstag, den 19. März 2026, feiert das Kloster Andechs den Josefitag und spendiert eine Freimaß.
Wer den passenden Vornamen im Ausweis stehen hat, sollte morgen das Bräustüberl auf dem Heiligen Berg ansteuern.
Für Bräustüberl-Leiter Josef Eckl ist der Tag ein doppeltes Fest. Er trägt den Namen seines Vaters weiter und feiert dort, wo das Brauchtum von „Mess und Maß“ noch gelebt wird. Ein historischer Zufall passt perfekt dazu: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bräustüberl exakt am Josefitag 1952 wiedereröffnet.
Ganz nach dem Motto Josefitag = Freibier geht auch das Schiller Bräu in München in den Donnerstag.
Auch hier könnt ihr als Josef, Josefa, Josefine, Joseph oder Josephine kostenlos Bier trinken, wenn ihr euren Ausweis dabei habt.
Der Josefitag wird in katholisch geprägten Ländern wie Bayern und Tirol auch heutzutage noch fast wie ein gesetzlicher Feiertag zelebriert. Damit Tradition und Brauchtum nicht in Vergessenheit geraten gratulieren die Wendelsteinbahnen allen Josefs und Josefas mit folgener Aktion:
Am Donnerstag, 19. März 2026 zahlen sie zur Feier ihres Namenstages für die Berg- und Talfahrt nur den Kinderpreis. An den Talstationen in Brannenburg bzw. Bayrischzell ist ein Personalausweis vorzulegen.
Zahnradbahn in Brannenburg fährt am Donnerstag, 19. März anlässlich des Josefitages bereits ab 9.00 Uhr stündlich. Seilbahn in Bayrischzell ab 9.15 Uhr (halb-)stündlich. Täglich aktuelle Infos zum Wetter und Fahrbetrieb hier
Im Wendelsteinhaus sowie auf der Mitteralm spielt zur Unterhaltung eine zünftige Musi.
Mit dem Josefitag war auch lange Zeit ein reiches Brauchtum verbunden. Mädchen bekamen Blumensträuße, die bei der Suche nach dem richtigen Ehemann helfen sollten. Frisch verheiratete Ehepaare trugen an diesem Tag sogenannte Josefsringe, um die eheliche Treue zu schützen. „Josef“ zählt bis heute zu den Vornamen, die weltweit sehr stark verbreitet sind. Weit über hundert verschiedene Varianten des Namens, zum Beispiel auch in vielen asiatischen Sprachen – kann man heute nachweisen.