25.04.2013

Freie Fahrt für Radler - Eröffnung der längsten Fahrradstraße in der Münchner Innenstadt

25.04.2013, 13:59 Uhr

Außerdem erläutert er Hintergründe und Neuheiten bei der Einrichtung von 25 neuen Fahrradstraßen. Mit insgesamt 47 Fahrradstraßen belegt München deutschlandweit zukünftig einen Spitzenplatz. Den Anfang macht die Clemensstraße zwischen Schleißheimer Straße und Leopoldstraße mit 1,6 km Länge.

Die Neufassung der StVO bringt Verbesserungen für Radlfahrer:

Eine wesentliche Neuerung ist, dass nicht mehr bevorzugt Radwege angelegt werden. Der bereits 1997 eingeführte Radfahrstreifen auf der Fahrbahn ist zukünftig dem Radweg gleichgestellt. Außerdem wird die Anlage von Fahrradstraßen und von Schutzstreifen für den Radverkehr auf der Fahrbahn  erleichtert. Autofahrer werden sich daher darauf einstellen müssen, dass in Zukunft mehr Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs sind.

Die Radwegebenutzungspflicht ist zwar nicht generell abgeschafft, soll aber auf ein erforderliches Maß beschränkt werden. Wenn neue Radwege gebaut werden, muss dies zeitgemäß nach den geltenden Regeln der Technik geschehen. Damit werden sie so attraktiv für zügiges und komfortables Radfahren, dass keine Benutzungspflicht notwendig ist.

Zukünftig gelten Ampeln für die Fahrbahn auch für Radfahrer. Nach Fußgängerampeln mit ihren kurzen Grünphasen müssen sie sich dann nicht mehr
richten. Radfahren wird so schneller, komfortabler und sicherer. Sind Radfahrer auf Radwegen oder Radfahrstreifen unterwegs, dann müssen dort vorhandene Fahrradampeln beachtet werden.

Solange für Radwege neben Gehwegen keine Fahrradsignale eingerichtet sind, müssen Radfahrer bis Ende 2016 allerdings weiter die Fußgängerampeln befolgen. Wer StVO-bezogen auf Nummer sicher gehen will, sollte auf der Fahrbahn radeln, sofern kein blaues Schild mit Fahrradsymbol eine Benutzung des Radwegs anordnet. Denn auf der Fahrbahn gilt ab 1. April eindeutig die Fahrbahnampel, nicht mehr die Fußgängerampel.

uk/radlhauptstadt-muenchen.de /

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