Bild: Peter Kneffel
22.07.2021

Gedenken an die Opfer: OEZ-Attentat jährt sich zum fünften Mal

Was ist damals passiert?

Der 18-jährige Täter forderte auf Facebook User auf, am Spätnachmittag in die McDonalds-Filiale am OEZ zu kommen. Dort verübte der Schüler, der mit einer Schusswaffe aus dem Darknet bewaffnet war, kurz darauf seine Gräueltat. Um 17:51 Uhr begann er, auf eine Gruppe Menschen im Schnellrestaurant zu schießen. Weitere Opfer fand er im Freien und im Olympia-Einkaufszentrum. Vom Parkdeck aus richtete er seine Waffe auch auf Anwohner, bevor er sich ein Versteck in einer Wohngegend gesucht hat. Gegen 20:30 Uhr endete das Grauen: Der Täter verließ sein Versteck und wurde kurz darauf von Polizisten entdeckt. Zu einer Festnahme kam es nicht: Der Schütze erschoss sich selbst.

Die Opfer hatten alle einen Migrationshintergrund

Neun Menschen wurden an diesem Tag brutal aus dem Leben gerissen. Sie alle mussten sterben, weil sie muslimischer Herkunft, Sinti oder Roma waren. Zuerst wurde die Tat als nicht politisch motiviert eingestuft. 2019  wurde diese Aussage durch drei Gutachten im Auftrag der Stadt München revidiert: Der Täter habe seinen Anschlag aus einer rassistischen Motivation heraus ausgeführt.

Gedenkakt zum 5. Jahrestages des OEZ-Attentats

Seit 2017 erinnert das Denkmal „Für euch“ an der Hanauer Straße an die neun Opfer des rassistischen Angriffs. Am 22. Juli 2021 finden dort mehrere Gedenkveranstaltungen statt. Um 13 Uhr äußern sich Ministerpräsident Markus Söder, Oberbürgermeister Dieter Reiter und die Angehörigen der Opfer.  Um 17 Uhr gedenkt der Moosacher Bezirksausschuss 10 vor Ort. Diese Zusammenkünfte sollen auch dazu anregen zu überlegen, wie man die Erinnerungs- und Aufarbeitungsarbeit in München vertiefen kann.

 

 

 

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