Am 24. Juli 2025 protestieren Mietwagenunternehmer in München gegen die geplante Einführung von Mindestbeförderungsentgelten für Mietwagenfahrten. Die Entscheidung darüber steht am 29. Juli im Kreisverwaltungsausschuss der Stadt München an.
Organisiert wird die Demonstration vom Bundesverband wirfahren, der Chauffeur-Mietwagenunternehmen in Deutschland vertritt.
Die Versammlung beginnt um 11:55 Uhr auf dem Odeonsplatz.
Im Anschluss startet ein Autokorso, der über den Altstadtring führt – mit Stopps bei den Parteizentralen von SPD und Grünen. Ziel ist das Kreisverwaltungsreferat.
Laut dem Bundesverband wirfahren befürchten viele Mietwagenunternehmer durch die Einführung von Mindestpreisen:
Ziel der Demonstration sei es, auf diese möglichen Auswirkungen aufmerksam zu machen.
Auch die Mobilitätsplattform Uber äußert Bedenken:
Laut Unternehmensangaben würden über die App vermittelte Fahrten im Schnitt rund 45 Prozent teurer. Eine neue Funktion in der App – „UberTeuert“ – soll die Auswirkungen simulieren.
Zudem verweist Uber auf die ohnehin hohen Taxipreise in München, die laut eigenen Angaben bereits über denen von Metropolen wie New York, London oder Paris liegen.
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs legt nahe, dass wirtschaftliche Interessen einzelner Marktteilnehmer kein ausreichender Grund für staatlich festgelegte Mindestpreise sein könnten. Die rechtliche Bewertung im konkreten Fall ist jedoch offen.