26.02.2014, 14:04 Uhr
Dies sagte der Leitende Ministerialrat Michael Grauel am Mittwoch bei seinem Bericht zum Schwabinger Kunstfund im Kulturausschuss des Bayerischen Landtags. Der Fall sei aber auch sehr komplex und Justizbehörden seien üblicherweise keine Experten in der Herkunftsforschung von möglicher Nazi-Raubkunst.
In der Schwabinger Wohnung von Cornelius Gurlitt waren Anfang 2012 insgesamt 1.280 zum Teil sehr wertvolle Kunstwerke gefunden worden, von denen rund 500 in Verdacht stehen, Nazi-Raubkunst zu sein. Vor kurzem wurde dann bekannt, dass der 81-Jährige auch in seinem Haus in Salzburg wertvolle Kunstwerke lagerte.
Die Augsburger Staatsanwaltschaft habe seinerzeit auch das Salzburger Haus durchsuchen wollen, sagte Grauel. Das sei aber an den österreichischen Behörden gescheitert, weil die davon ausgingen, dort sei nichts gelagert, was den Wert von 100.000 Euro übersteigt. Inzwischen hat Gurlitts Sprecher mitgeteilt, dass dort unter anderem Bilder von Picasso und Monet lagerten.
dpa-infocom / ak