15.04.2019

Lascaux - Die Bilderwelt der Eiszeit

Es geschah am 12. September 1940 in der Nähe von Montignac im französischen Département Dordogne. Vier Jugendliche ließen sich im Spiel in ein unscheinbares Erdloch hinab – und entdeckten eine menschheitsgeschichtliche Sensation: die besterhaltenen prähistorischen Malereien Europas. Auf einer Länge von rund 250 Metern erstrecken sich im Höhlengang von Lascaux mehr als 2000 zum Teil monumentale Tierbilder und rätselhafte Zeichen – eine atemberaubende Bilderflut, die den Betrachter zurückführt in die Urzeiten der Menschheit und die den modernen Menschen staunen lässt über die Schönheit dieser frühen Kunstwerke. Neueste Untersuchungen gehen davon aus, dass sie 20.000 Jahre alt sind. 

Unerreichbar für die Öffentlichkeit 

Seit 1979 zählt die Höhle von Lascaux zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Originalhöhle darf seit 1963 nicht mehr von der Öffentlichkeit betreten werden, um die kostbaren Bilderschätze vor der Zerstörung durch Mikroorganismen zu schützen. Doch eine aufwändige, detailgetreue Rekonstruktion macht die einzigartige Bilderwelt nun trotzdem erlebbar: Ab Mittwoch, 17. April 2019 kommt „Lascaux – Die Bilderwelt der Eiszeit“ nach München in die Kleine Olympiahalle (bis Sommer 2019). 


Fotocredit: Baudier-SPL

Aufwändige Höhlenrekonstruktion 

Die Ausstellung „Lascaux – Die Bilderwelt der Eiszeit“ lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, einzutauchen in eine längst versunkene Welt der Urzeit. Der Clou: Ein Teil der Höhle wurde dank aufwändiger 3D-Laser Scans originalgetreu nachgebildet, so dass die Besucherinnen und Besucher ein nahezu authentisches Höhlenerlebnis erwartet. Der geheimnisvolle Höhlenstollen wird nur sparsam beleuchtet, als wäre man mit Taschenlampen auf einer Höhlentour. Die Abbildungen der Höhlenkunst haben Kunstschaffende des Ateliers Faksimile aus Périgord (Atelier des fac-similés du Périgord) angefertigt, allesamt Absolventen der „Académie des Beaux Arts“. Für die Gestaltung nutzten sie authentische Farben und natürliche Materialien, die einst auch die Eiszeitkünstler verwendeten. Auf dem Weg durch die Höhle begegnet man einer steinzeitlichen Familie, wie sie zur Entstehungszeit von Lascaux gelebt haben mag. Videofilme und interaktive Medienstationen erklären in weiteren Stationen der Ausstellung, wie die Menschen im Paläolithikum gelebt haben und wie ihre Kunstwerke entstanden. 


Fotocredit: MCC

Auerochsen, Bisons, Hirsche, Pferde – und ein Mensch 

Die Bilderwelt von Lascaux zeigt Tiere wie Auerochsen, Bisons, Hirsche, Kühe und Pferde – und sogar eine menschliche Figur: ein Mann mit Vogelkopf, der von einem verletzten Bison angegriffen wird. Solche Menschendarstellungen sind in der prähistorischen Zeit eine Rarität. Die Tierabbildungen sind von atemberaubender Qualität, dazwischen mischen sich in einer rätselhaften Anordnung geheimnisvolle geometrische Zeichen. Je nach Untergrund sind die Darstellungen in die Höhlenwand geritzt oder gemalt in gelben, roten, braunen und schwarzen Farbtönen. Die größte Tierfigur in der „Halle der Stiere“ misst 5,20 Meter an Höhe! Viele Darstellungen in der Höhle muten erstaunlich modern an. Picasso soll, als er diese Bilderwelt zu Gesicht bekam, gesagt haben: „Wir haben nichts entdeckt!“ 


Fotocredit: MCC-CNP

Die Michelangelos und Picassos der Eiszeit 

Früh prägte sich für Lascaux der Begriff „Sixtinische Kapelle der Höhenmalerei“ aus. Tatsächlich hat die Höhle vieles mit Michelangelos Meisterwerk gemeinsam: die erhabene Größe, die schiere Monumentalität, die magische Spiritualität und eine atemberaubende Kunstfertigkeit der Bilder. Nur in einem unterscheidet sich die Höhlenwelt von Michelangelos Kapelle: Lascaux ist das Werk vieler Künstler, die über Generationen hinweg diese faszinierende Bilderwelt entstehen ließen. Was waren das für Menschen, wie lebten sie, wie sah ihr Alltag aus und woran glaubten sie? Auch diesen Fragen geht die Ausstellung „Lascaux – Die Bilderwelt der Eiszeit“ nach. 

Chronologie 

Vor 20.000 Jahren schrieb der Mensch seine Erinnerungen ein in den Felsen von Lascaux. 


Fotocredit: Alain Roussot

Der Produzent 

Realisiert und produziert durch den Generalrat der Dordogne. In Zusammenarbeit mit dem französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation, dem Regionalrat von Neu-Aquitanien und der Europäischen Union. Die Welt-Tournee wird durchgeführt von SPL „Lascaux, exposition internationale“ mit Olivier Retout (PhD) als CEO. 

Siebter Ausstellungssommer im Olympiapark 

Im magischen „siebten Jahr“ des Ausstellungssommers im Olympiapark präsentiert SC Exhibitions mit „Lascaux – Die Bilderwelt der Eiszeit“ ein magisch aufgeladenes Thema voller Mystik und mit dem Zauber von Rätsel und Abenteuer. Wie gewohnt gestaltet SC Exhibitions ein unterhaltsames, wissenschaftlich profundes Ausstellungserlebnis für die ganze Familie. 


Fotocredit: Dennis Nidos

Öffnungszeiten
17.04. – 18.09.2019; 10–17 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vor Schließung, montags geschlossen, außer an Feier- und Ferientagen. 

Tickets
Über www.eventim.de, www.muenchenticket.de und an allen bekannten VVK-Stellen. Der Eintrittspreis für „Lascaux – Die Bilderwelt der Eiszeit“ beträgt 16,90 € für Erwachsene, 7,90 € für Kinder/ Schüler. Familien bis maximal 4 Personen zahlen 39,90 €. Über die CTS- Gruppen Hotline können Schulklassen für 5,90 € Tickets buchen. Ticket Hotline: 089 / 3000 55 00, (Mo – So 8 – 20 Uhr); Gruppen Hotline: 089 / 3000 55 11, (Mo – Fr 8 – 18 Uhr) 

Weitere Infos auch auf www.lascaux-ausstellung.de.


Promotion; Teaserbild: Baudier-SPL

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