Peter Kneffel/dpa
Anklage erhoben 16.03.2026

Millionenschaden bei Brandstiftung – 32-Jähriger angeklagt

Die Generalstaatsanwaltschaft München hat im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einer seit Jahren andauernden Anschlagsserie eine Anklage erhoben. Einem 32-jährigen Mann werden zwei Brandanschläge und eine versuchte Tat vorgeworfen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Anklagebehörde wirft ihm unter anderem Brandstiftung und Billigung von Straftaten vor. Unter anderem steht er im Verdacht, Baumaschinen angezündet zu haben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte darüber berichtet. 

Baumaschinen brennen 

Laut Generalstaatsanwaltschaft soll der Mann im Juli 2024 in Oberhaching bei München einen Bauzug in Brand gesetzt haben. Zwei Monate später soll er auf einem Firmengelände im Münchner Norden Baumaschinen angezündet haben. Dabei entstand den Ermittlern zufolge ein Schaden von rund einer Million Euro. Bei einem Windkraftwerk in Berg soll es dagegen beim Versuch der Brandstiftung geblieben sein. 

Zudem werfen die Ermittler der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) dem Mann vor, in Texten einer anarchistischen Publikation Straftaten gebilligt zu haben. Die ZET hatte die Ermittlungen übernommen, da von politisch motivierten extremistischen Straftaten auszugehen gewesen sei, hieß es. Das Landgericht München I muss nun die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden. 

Dutzende Anschläge im Raum München 

Die Taten könnten im Zusammenhang mit Dutzenden weiteren Anschlägen im Raum München stehen. Seit August 2023 beschäftigt sich die Ermittlungsgruppe «Raute» beim Polizeipräsidium München mit der Serie von Brandanschlägen auf Funkmasten, Bahnanlagen und andere Infrastruktur-Einrichtungen. Mehrfach waren auch Polizeiautos in Flammen aufgegangen.

Quelle: dpa

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