Bild: Radio Arabella
09.07.2020

Mit Riesen-Korso: Schausteller aus ganz Bayern demonstrieren in München

Normalerweise würden dort jetzt die Wiesnzelte aufgebaut werden, doch in diesem Jahr ist alles anders: Hunderte Fahrzeuge haben sich am Vormittag, des 9. Juli auf der Theresienwiese versammelt, um von dort aus in einem Riesen-Korso quer durch die Innenstadt zu fahren. Von der Theresienwiese über den Mittleren Ring, die Münchner Freiheit und den Stachus bis zum Odeonsplatz fahren die Schausteller aus ganz Bayern mit  ihren LKWs, Festwägen und Kleintransportern – ein Verkehrschaos ist vorprogrammiert!


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Die Coronakrise trifft die Schausteller schwer

Mit dem Korso wollen die Marktkaufleute und Schausteller auf ihre ausweglose Situation aufmerksam machen. Während Schwimmbäder und Restaurants wieder öffnen dürfen, gibt es für sie wenig Lichtblicke: In Bayern wurden Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober abgesagt.  Eine Maßnahme, die für viele Fahrgeschäftbetreiber und Budenbesitzer einem Berufsverbot gleichkommt. In einer Riesen-Demo wollen die Schausteller am Donnerstag, 9. Juli, ihrem Ärger Luft machen. Von 12 bis 13.45 Uhr soll der Fahrzeugkorso durch die Münchner Innenstadt rollen, um 14 Uhr gibt es dann eine Kundgebung auf dem Odeonsplatz, zu der auch Staatsminister Huber Aiwanger und weitere Politiker kommen sollen. Das Ende der Demo ist gegen 16 Uhr geplant. 


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Zwar gibt es Alternativen für die Schausteller und Marktkaufleute, wie etwa den „Sommer in der Stadt“ in München, allerdings sind diese aus ihrer Sicht nicht ausreichend.  Die Schausteller fordern einen Rettungsschirm und weitere Lockerungen der Politik, damit sie überleben können. Sie fordern eine Gleichstellung mit Freibädern, Zoos, Freizeitparks und anderen Einrichtungen. Wie der BLV (Bayerischer Landesverband der Marktkaufleute und der Schausteller e. V.) berichtet, sind in ganz Bayern durch die Coronakrise rund eine Million Arbeitsplätze gefährdet.

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