Stefan Puchner/dpa
Gut zu wissen 27.02.2026

Warnstreiks am Freitag und Samstag: Nahverkehr steht still - das ist der Notbetrieb

Pendlerinnen und Pendler müssen sich zum Ende der Woche auf massive Einschränkungen im Nahverkehr einstellen: Die Gewerkschaft Verdi ruft am Freitag, 27. Februar, und vielerorts auch am Samstag, 28. Februar, zu einem bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auf.

Insbesondere in Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Dachau, Fürth, Ingolstadt, Landshut, München, Nürnberg, Passau, Regensburg, Schwabach und Schweinfurt ist mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen.

Die S-Bahnen sind nicht betroffen, da diese von der Deutschen Bahn betrieben werden.

Der Notbetrieb in München läuft langsam an, hier der aktuelle Stand:

Die aktuelle Betriebslage lest ihr auch immer hier nach. 

+++ Update 16:00 Uhr +++

U-Bahn: 
  • U3/U6: Betrieb im Abschnitt Fürstenried West – Implerstraße – Sendlinger Tor – Münchner Freiheit – Fröttmaning im 10-Minuten-Takt.
  • Auf anderen Abschnitten und Linien kein Betrieb
  • Bitte beachtet: Die U-Bahnfahrten werden nicht in der Fahrplanauskunft (Verbindungen und Abfahrten) angezeigt.
Tram: 
  • Betrieb der Linien 14 und 20 im 10-Minuten-Takt
  • Betrieb der Linie 25 im 20-Minuten-Takt bis 17 Uhr

Bus: 

Die Hälfte der Fahrzeuge ist im Einsatz. Fast alle Linien werden stark eingeschränkt bedient.

  • Auf diesen Linien fahren die Busse zumeist alle 20 bis 30 Minuten: X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56,  57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 136, 143, 145, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 165, 168, 174, 180, 181, 182
  • Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 139, 140, 141, 144, 155, 166, 169, 171, 173, 175, 176, 177, 178, 183, 185, 187, 188, 190, 192, 193, 194, 195, 197, 198, 199
Bitte rechnet mit längeren Wartezeiten und einer hohen Auslastung in den Fahrzeugen.

Was genau wird bestreikt?

Betroffen sind rund 150 kommunale Verkehrsunternehmen und Busfirmen in ganz Deutschland. Laut Verdi werden am Freitag in zahlreichen Städten keine Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen fahren.
In vielen Regionen wird der Streik auch auf Samstag ausgeweitet.

Wie stark die Auswirkungen in den einzelnen Bundesländern sind, geben die jeweiligen Verdi-Landesbezirke bekannt.

Diese Verkehrsmittel sind betroffen:

Diese Verkehrsmittel fahren voraussichtlich:

Wichtig: Einige kommunale Betriebe versuchen, durch Kooperationen mit privaten Busfirmen zumindest einen Notbetrieb anzubieten. Eine Garantie gibt es dafür aber nicht.


Warum wird gestreikt?

Mit dem zweitägigen Warnstreik will Verdi bessere Arbeitsbedingungen für rund 100.000 Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr durchsetzen – darunter Bus- und Bahnfahrer sowie weiteres Personal.

Bereits am 2. Februar hatte ein bundesweiter Streik große Auswirkungen:
In mehr als 100 Unternehmen kam der Verkehr für einen ganzen Tag komplett zum Erliegen. Auch diesmal rechnet die Gewerkschaft in „den meisten Teilen des Landes“ mit ähnlich drastischen Folgen – diesmal sogar an zwei Tagen.


Was bedeutet das für Fahrgäste?

Fazit: Wer am Freitag und Samstag auf Bus und Straßenbahn angewiesen ist, sollte sich frühzeitig um eine Alternative kümmern.

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