Bild: Sven Hoppe/Archiv
25.02.2021

Rettet das Bier: Aiwanger lädt zum Brauerei-Gipfel

Die Brauer befinden sich in der Corona-Krise in einer schwierigen Lage und fordern bessere und vor allem besser zugeschnittene Hilfen von der Politik. 

Der Brauerbund beklagt, dass die Brauereien schlechter gestellt sind als andere Branchen, weil ihnen die verderbliche Ware nicht ersetzt wird. 

„Der Bund muss endlich verstehen, dass die bayerischen Brauereigaststätten eine Besonderheit sind und genauso unterstützt werden müssen wie Bäckereien mit angeschlossenen Cafés. Man hat ja fast den Eindruck, die wollen Bayern was auf die Mütze geben, weil es dieses Problem im Norden nicht in dem Ausmaß gibt!“

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

Aiwanger fordert, dass Brauereigaststätten nicht weiter von den Soforthilfen ausgeschlossen werden.

Besonders große Probleme macht den Brauereien Fassbier. Denn ohne geöffnete Gastronomie und Volksfeste gibt es dafür keinen Absatzmarkt. Doch einmal ins Fass abgefülltes Bier lasse sich nicht mehr in Flaschen umfüllen, sagt Stefan Stang vom Verband Private Brauereien Bayern. Doch angesichts der sich inzwischen lange hinziehenden Schließungen der Gasthäuser läuft bei immer mehr Fässern in Brauereien, Gastronomie und Großhandel das Haltbarkeitsdatum ab, wie Lothar Ebbertz vom Bayerischen Brauerbund sagt.

Wegschütten ist besser als verschenken

Die Folge: Das Bier muss weggeschüttet werden. Passiert dies unter zollrechtlicher Aufsicht, bekommt die Brauerei wenigstens die Biersteuer zurück. Rund 10 Cent sind das pro Liter. Manche Brauereien verschenken das Bier auch, bevor es abläuft, wie am vergangenen Wochenende die Klosterbrauerei Irsee in Schwaben, die 2500 Liter verteilte.

mit dpa

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