Andreas Gebert/dpa
04.06.2026

TSV 1860 München kündigt Vertrag mit Investor Ismaik

Großer Knall bei den Löwen: Beim TSV 1860 München ist es zum endgültigen Bruch mit Investor Hasan Ismaik gekommen. Nach 15 Jahren Zusammenarbeit hat der Verein den im Jahr 2011 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der HAM International mit sofortiger Wirkung gekündigt!

Kündigung als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen

Mit diesem Schritt zieht der Klub die Konsequenzen aus den aktuellen Ereignissen rund um die Finanzierung der Drittliga-Lizenz.

Auslöser war offenbar eine Entscheidung Ismaiks vom 21. Mai. Nach Angaben des Vereins wurden bereits zugesagte Darlehen kurzfristig zurückgezogen. Dadurch blieb die dringend benötigte Finanzierung für die Lizenz in der 3. Liga aus.

2,7 Millionen Euro fehlten

Insgesamt sollen 2,7 Millionen Euro gefehlt haben. Damit konnte der TSV 1860 München die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Teilnahme an der 3. Liga nicht erfüllen.

Die Folge ist einschneidend: Die Löwen müssen den Gang in die Regionalliga antreten.

Verein zieht die Reißleine

Mit der Kündigung des Kooperationsvertrags hat der TSV 1860 nun offiziell reagiert. In einer Mitteilung erklärt der Verein:

„Der TSV München von 1860 e.V. hat den am 30. Mai 2011 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der HAM International aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt.“

Fokus liegt auf der Saison 2026/27

Weiter teilte der Verein mit:

„Mit Blick auf die Saison 2026/27 ergreift der TSV 1860 München alle organisatorischen und formalrechtlichen Maßnahmen. Dem Verein liegt bereits die Zulassung des Bayerischen Fußballverbandes für die Regionalliga Bayern vor.“

Damit richtet sich der Fokus nun klar auf die sportliche und organisatorische Neuaufstellung für die kommende Spielzeit.

Spielrecht liegt künftig beim e.V.

Entscheidend ist vor allem, dass das Spielrecht künftig beim eingetragenen Verein liegt. Damit wird der TSV 1860 München in der Regionalliga antreten – voraussichtlich unter dem Namen TSV 1860 München e.V.

KGaA besteht weiter – aber ohne Spielrecht

Die ausgegliederte KGaA, an der Hasan Ismaik 60 Prozent der Anteile hält, bleibt zwar formal bestehen. Durch die Kündigung des Kooperationsvertrags hat sie jedoch das entscheidende Spielrecht verloren, das für die Beantragung von Lizenzen erforderlich ist.

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