Pia Bayer/dpa
Gewitter im Freistaat 31.05.2026

Unwetter fegt über Bayern – Strommasten knicken auf A3 um

Nach der Sommerhitze sorgt ein Wetterumschwung in Teilen Bayerns für zahlreiche witterungsbedingte Einsätze. Heftige Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen entwurzelten Bäume, Strommasten knickten um und Autos wurden beschädigt, wie die Polizeipräsidien mitteilten.

Umgeknickte Strommasten auf der A3

Drei Strommasten wurden durch das Unwetter auf der Autobahn 3 bei Velburg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) abgeknickt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Hochspannungsleitungen hingen dadurch tiefer als normal, hieß es. Laut einem Sprecher der Autobahnpolizei wird der Schaden bereits behoben. Autofahrer auf der A3 müssten nicht mit nennenswerten Verkehrsbehinderungen rechnen.

In Mittelfranken entwurzelten Unwetter Bäume, beschädigten Fahrzeuge und behinderten den Verkehr. Polizei und Feuerwehr rückten zu 63 Unwettereinsätzen aus, wie ein Sprecher mitteilte. Ein Baum stürzte in Weihenzell (Landkreis Ansbach) auf das Dach einer Gaststätte. Verletzt wurde dabei niemand, der Schaden wurde auf 15.000 Euro geschätzt.

Auch Oberfranken war Polizeiangaben zufolge von den Gewittern betroffen: Bereits am Samstag fielen im Landkreis Bamberg bei Rattelsdorf mehrere Bäume auf die Bundesstraße 4. Die Strecke wurde vorübergehend komplett gesperrt, während Einsatzkräfte die Fahrbahn räumten.

Auch in Bayreuth hinterließen die Unwetter deutliche Spuren. Ein etwa 15 Meter hoher Baum wurde am Samstagnachmittag im Osten der Stadt aus der Erde gerissen und fiel auf fünf geparkte Fahrzeuge. Der Schaden wurde auf rund 25.000 Euro geschätzt. In einem weiteren Fall beschädigte ein umgefallener Baum zwei Fahrzeuge. Polizei und Feuerwehr rückten zudem wegen einer beschädigten Gartenhütte und eines vom Balkon gewehten Blumentopfs aus. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Gerüstbalken fällt in die Tiefe und trifft Ehepaar

Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Niederbayern gab es einem Polizeisprecher zufolge mehr als 100 witterungsbedingte Einsätze von Samstagnachmittag bis -abend – schwerpunktmäßig zwischen Straubing und Passau. Demnach stürzten Äste ab, Verkehrsschilder fielen um und Straßen waren zeitweise überflutet.

Laut dem Sprecher wurde ein Ehepaar in Bogen im Landkreis Straubing-Bogen leicht infolge des Unwetters verletzt. Ein Balken fiel von einem Gerüst an einer Kirche herunter und traf die beiden an Kopf und Schulter, sie erlitten Platzwunden.

Vereinzelt gab es laut einer Bahnsprecherin unwetterbedingte Beeinträchtigungen im Zugverkehr in der Region. Am Samstagabend fielen demnach etwa für kurze Zeit Züge zwischen Fürstenzell (Landkreis Passau) und Passau aus, die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

Im unterfränkischen Geiselwind (Landkreis Kitzingen) schlug am Samstagmorgen ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Verletzt wurde niemand. Laut den Ermittlern entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

DWD: Unwetterwarnungen in Teilen Bayerns

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern der Stufe 3 von 4. Nach Angaben des DWD ist am Sonntagnachmittag verbreitet mit umstürzenden Bäumen, Hochspannungsleitungen und Gerüsten zu rechnen. Zusätzlich können Äste, Dachziegel und weitere, teils größere Gegenstände herabfallen. Es kann zu Schäden an Gebäuden kommen. Zudem sind rasche Überflutungen von Straßen und Unterführungen sowie vollgelaufene Keller möglich. Verbreitet ist mit Aquaplaning zu rechnen, ebenso können Erdrutsche auftreten. Auch Hagelschlag schließt der DWD nicht aus.

Zum Wochenbeginn zeichnet sich jedoch eine leichte Entspannung ab. Zwar startet der Montag vielerorts noch mit Wolken und Regen, im Tagesverlauf soll sich das Wetter aber zunehmend beruhigen. In Schwaben und im Westen werden wieder längere sonnige Abschnitte erwartet – bei etwas niedrigeren Temperaturen als zuletzt.

Quelle: dpa

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