19.12.2014

Aus dem Dschungel zu Arabella

In den 1990er-Jahren erfand er als Dr. Ben die Telefonstreiche im Privatradio. Danach wurde er durch die Fernsehsendung Ruck Zuck berühmt. Vergangenen Winter landete er beim RTL-Dschungelcamp auf Platz 3. Jetzt kehrt der Münchner Jochen Bendel (47) wieder ans Radio-Mikro zurück: Am 10. Januar startet seine eigene Sendung auf Radio Arabella 105.2. Eine kleine Vorschau:

„Die Jochen Bendel Show“ läuft samstags von 6 bis 11 Uhr. Was erwartet die Hörer?

Jochen Bendel: Eine Morningshow für alle, die samstags aktiv in den Tag starten. Viele Münchner arbeiten oder haben etwas zu erledigen. Ich begleite sie dabei, gebe ihnen Tipps für die Wochenendgestaltung und habe viele Überraschungen parat. Wir blicken auch zurück, was uns in der Woche zuvor bewegt hat. Ich freue mich schon sehr – und Gismo auch …

Ihr Hund ist im Studio mit dabei?

Bendel: Der ist immer bei mir. Er ist genauso ein Frühaufsteher wie ich – und ein ganz braver.

Nach 20 Jahren kehren Sie zu Ihren Wurzeln zurück. Sie waren beim Bayerischen Rundfunk, Radio Energy und Gong. Jetzt also Radio Arabella …

Bendel: Ich bin ein Fan des Senders, vor allem wegen der Musik. Wo kann man schon Roy Orbison, Shania Twain und James Blunt hören?! Arabella deckt 50 Jahre Musik ab.

Wie viel vom frechen Dr. Ben aus den Anfangstagen steckt noch in Ihnen?

Bendel: Ich sage immer noch, was ich denke und bin manch mal vorlaut, aber von Dr. Ben wird bei meiner neuen Sendung nichts zu spüren sein. Ich bin bei Radio Arabella keine Comedy- Figur. Ich bin Jochen Bendel.

Und wie ist Jochen Bendel? Wie haben Sie sich persönlich verändert?

Bendel: Ich bin immer noch neugierig auf Menschen und Geschichten. Früher bin ich aber nicht so sehr in die Tiefe gegangen. Ich bin empathischer geworden. Mittlerweile coache ich sogar Manager für einen emotionaleren Führungsstil.

Wie kam es zu dieser Veränderung?

Bendel: Je mehr man erlebt, desto reflektierter wird man. Erst wenn man mal richtig doll verliebt war, kann man den Liebeskummer des anderen richtig verstehen …

Apropos: Sie und Ihr Freund Matthias sind mittlerweile sogar verlobt. Läuten bald die Hochzeitsglocken?

Bendel: Bei mir läutet jetzt erst mal jeden Samstag um 4 Uhr der Wecker. Nur so viel: Bei mir passt gerade alles. Ich habe ein tolles Verhältnis zu meinen Eltern, habe die Liebe meines Lebens gefunden – und beruflich läuft alles bestens.

Das Dschungelcamp ist also doch kein Karrierekiller?

Bendel: Zumindest bei mir war’s ein Karriere-Booster. Radio Arabella hat gleich danach angefragt. Ich mache viel für den Sender Sixx und für RTL, zum Beispiel für Bauer sucht Frau. Am 22. Dezember läuft die Jubiläumsshow. Und ich bin bei der kommenden Dschun- gelcamp-Staffel wieder als Experte dabei.

Wer wird diesmal gewinnen?

Bendel: Das lässt sich nicht vorhersagen. Bei unserer Staf fel war Mola Adebisi Favorit – und der hat sich dann als Rohrkrepierer herausgestellt …

Könnte es passieren, dass Sie nach Köln zu RTL ziehen?

Bendel: Nein, München bleibt meine Lieblingsstadt. Unsere Familie ist hier stark verwurzelt. Mein Ur-Ur-Großvater Johann Baptist Bendel war Braumeister bei der Max-Emanuel-Brauerei. Um 1810 war ein anderer Vorfahre Mesner der Sendlinger Kirche. Die Münchner haben ihren eigenen Kopf. Ihnen fehlt manchmal die Leichtigkeit. Aber sie sind offen und tolerant. Ich mag die Münchner. Deshalb freu’ ich mich auch, bald mit ihnen eine Sendung machen zu können.
19.12.2014, 10:20 Uhr, ms Text: NINA BAUTZ (tz)


Mit freundlicher Genehmigung der tz München.

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