03.01.2020

Werden Raketen und Böller in München bald ganz verboten?

In München hat es an Silvester vereinzelt Feuerwerksverbote gegeben. Trotzdem war die Feinstaubbelastung teilweise auf das 20-fache des gesetzlichen Grenzwertes gestiegen. Unter anderem deshalb fordern Münchens Stadträte strengere Regeln für Raketen und Böller.

SPD-Vizefraktionschef Christian Vorländer sagt, das Feuerwerke gefährlich und obendrein umweltfeindlich sind. Er wünsche sich, dass das Verbot stadtweit gilt. Dafür müssen aber noch die Rechtsgrundlagen für ein Komplettverbot geschaffen werden.

Die Grundlage für das Feuerwerksverbot in Teilen der Altstadt ist eine Gefahreneinschätzung der Münchner Polizei auf Basis von Artikel 23 des bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetzes.

Das Böllerverbot innerhalb des Mittleren Rings wird durch eine bundesweite Verordnung zum Sprengstoffgesetz geregelt, die den Kommunen ermöglicht, Böller in dicht besiedelten Gebieten zu verbieten.

Laut KVR sind die rechtlichen Vorgaben aber weitgehend ausgeschöpft. SPD-Vizefraktionschef Christian Vorländer gibt sich damit aber nicht zufrieden und kündigte an, dass er eine Änderung der Rechtsgrundlage im Bundestag in Angriff nehmen will. Dazu will er sich auch prominente Unterstützung holen von OB Reiter.

Lasershows statt Raketen und Böller?

Vorländer will aber, dass alle Feuerwerksliebhaber trotzdem auf ihre Kosten kommen. Etwa durch zentrale und öffentliche Feuerwerke, die dann von der Stadt organisiert werden. Denkbar seien auch Licht- und Lasershows, zum Beispiel auf der Theresienwiese, so Vorländer.

In Zukunft eine Lasershow statt Feuerwerk, das fordert auch die ÖDP in einem aktuellen Antrag an die Stadt. Als Begründung werden da auch die hohen Feinstaubwerte angegeben, die ein Feuerwerk auslösen. Eine Lasershow wäre eine umweltfreundliche Alternative, so die ÖDP.

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