Wirestock / iStock
06.05.2025

Wiesn 2025: Mehr Tische für Münchner

Auf dem Oktoberfest bekommen Münchnerinnen und Münchner dieses Jahr mehr Chancen auf eine Platzreservierung. Der Wirtschaftsausschuss der Stadt München hat einstimmig beschlossen, dass die Wirte an Samstagen, Sonntagen und am Feiertag ab 15.00 Uhr zusätzlich zehn Prozent der Plätze für Einheimische reservieren dürfen.

Damit könnte es für Münchner im Idealfall rund 100.000 zusätzlich reservierbare Plätze geben, sagte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Christian Scharpf (SPD). In der Zeit nach 15.00 Uhr an Wochenenden gab es bisher kein sogenanntes München-Kontingent, bei dem auch keine Mindestmenge an Verzehrgutscheinen gekauft werden muss.

Mehr Reservierungen - mehr Bewegung

Von der Neuregelung bei den Reservierungen erwarte man sich nicht zuletzt «mehr Bewegung» in den Zelten, nämlich, «dass mehr Leute nicht nur ins Bierzelt hineingehen, sondern auch wieder heraus», sagte Scharpf weiter. Denn wer einmal einen der begehrten reservierungsfreien Plätze ergattert hat, bleibt gern mal den ganzen Tag bis zum Schankschluss sitzen.

06.03.2026 Wiesn-Tische 2026: Die ersten Zelte haben ihr Reservierungsportal geöffnet Das 191. Oktoberfest findet vom 19. September bis ...

Benefit für Einheimische

Münchner können den Angaben zufolge die Extra-Plätze ohne Mindestabnahme auf den Webseiten der Wirte unter Angabe ihrer Adresse buchen. Die Wiesn sei in erster Linie ein Fest, das die Landeshauptstadt München veranstalte. Damit sei nichts dagegen einzuwenden, wenn es für Münchnerinnen und Münchner gewisse Benefits gebe, erläuterte Scharpf.

Die Mindestabnahme der Verzehrgutscheine als Voraussetzung für eine Reservierung ist oft üppig konzipiert. Weniger gute Esser und Trinker tragen häufig einen Teil der Gutscheine mit nach Hause. Zwar können Gutscheine eine Weile nach der Wiesn teils in Gaststätten der Wirte eingelöst werden - für Nicht-Münchner aber eine eher wenig brauchbare Lösung.

Die Neuregelung geht auf einen Vorstoß der Wiesnwirte zur Ausweitung der Reservierungsmöglichkeiten zurück. Noch unter dem vorherigen Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) hatte der interfraktionelle Arbeitskreis «Oktoberfest» festgelegt, dass keine zusätzlichen regulären Reservierungen gestattet werden können. Zusätzliche Reservierungen ohne Mindestabnahme, insbesondere die Münchner Reservierungen, wären aber denkbar. Dazu hatte Baumgärtners Nachfolger Scharpf die nun beschlossene Vorlage erstellt.

Zur Übersicht

Auch interessant