Über rund zehn Jahre soll eine unbekannte Täterin einem 76-Jährigen aus München eine Liebesbeziehung vorgetäuscht und ihn so um zehntausende Euro gebracht haben. Aufgeflogen ist der Fall erst durch einen aufmerksamen Bankmitarbeiter in Pasing.
Ein Bankmitarbeiter in München-Pasing hat am Dienstag, 7. April 2026, einen mutmaßlichen Betrug an einem 76-Jährigen verhindert. Gegen 11:40 Uhr rief der Mitarbeiter die Polizei, weil ihm eine erneute Geldabhebung des Mannes verdächtig vorkam.
Nach Angaben der Polizei hatte der 76-Jährige vor rund zehn Jahren über eine Internetplattform Kontakt zu einer unbekannten Frau. Sie soll ihm über lange Zeit eine Liebesbeziehung vorgetäuscht haben.
Immer wieder schilderte sie angebliche Notlagen und forderte Geld. Laut Polizei gab sie unter anderem an, ihre Wohnung verloren zu haben und dringend Unterstützung zu brauchen.
Der Mann zahlte insgesamt einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag an die unbekannte Täterin. Ein Teil des Geldes wurde auch über sogenannte Giftcards aus Drogeriemärkten übermittelt.
Erst durch die besonnene Reaktion des Bankmitarbeiters und die Einschaltung der Polizei wurde der 76-Jährige über den Betrug aufgeklärt. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt.
Beim sogenannten Lovescam bauen Täter über längere Zeit online eine emotionale Bindung zu ihren Opfern auf. Über E-Mail, Messenger oder soziale Netzwerke wird eine Beziehung vorgetäuscht. Später folgen Geldforderungen wegen angeblicher Notfälle, Reisen oder anderer Probleme.
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