
Jetzt offiziell: Keine Wasser-Sparanordnungen mehr in München ab 1. August
Wasser-Einschränkungen in München enden zum 1. August
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Damit läuft auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München (SWM) zum 1. August 2026 aus.
Hintergrund ist, dass sich die Versorgungslage nach Einschätzung der SWM derzeit auf einem beherrschbaren Niveau bewegt. Gleichzeitig wird mit Beginn der Sommerferien ein sinkender Wasserverbrauch erwartet.
Wasserverbrauch deutlich gesunken
Seit dem Erlass der Allgemeinverfügung und der SWM-Sparanordnung am 14. Juli ist der Wasserverbrauch in München zurückgegangen. Nach Angaben der SWM liegt er inzwischen wieder bei durchschnittlich rund 330 Millionen Litern pro Tag.
Zwar rechnen die Stadtwerke in den kommenden Tagen wegen der heißen Temperaturen noch mit einzelnen Spitzen. Insgesamt gehen die Prognosen aber von einem weiteren Rückgang aus.
Stadt und SWM mahnen weiter zum Wassersparen
Auch wenn die akuten Einschränkungen wegfallen, bleibt die Lage beim Grundwasser angespannt. Stadt München und SWM rufen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen deshalb weiter dazu auf, Trinkwasser bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen.
Die Allgemeinverfügung hatte seit dem 14. Juli unter anderem das Befüllen privater Pools, die Bewässerung von Rasenflächen und das Waschen von Fahrzeugen außerhalb gewerblicher Waschanlagen eingeschränkt. Sie war notwendig geworden, nachdem der tägliche Wasserverbrauch zeitweise auf mehr als 400 Millionen Liter gestiegen war.
OB Krause: „Aus angespannter Situation keine Krise geworden“
Oberbürgermeister Dominik Krause betont, dass der Ferienbeginn bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielt:
„Mit dem Beginn der Sommerferien und der Reisezeit sinkt erfahrungsgemäß der Wasserverbrauch in München. Wir können die Allgemeinverfügung deshalb zum 1. August auslaufen lassen.“
Gleichzeitig macht Krause deutlich, dass die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit die Wasserversorgung weiter belasten. Er dankte allen Münchnerinnen und Münchnern, die in den vergangenen Wochen geholfen hätten, dass aus einer angespannten Lage keine Krise geworden sei.
SWM: Maß halten bleibt weiter nötig
Auch SWM-Chef Dr. Florian Bieberbach bedankt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser. Zugleich warnt er davor, nach dem Ende der Einschränkungen unvorsichtig zu werden.
„Ich danke allen, die durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zur Stabilisierung der Wasserversorgung beigetragen haben. Aber auch wenn die Einschränkungen nun aufgehoben werden können, ist weiterhin Maß halten erforderlich.“
Die SWM verweisen darauf, dass das Wasserdargebot ihrer Hangquell- und Grundwasserfassungen wegen der geringen Niederschläge der vergangenen 18 Monate weiterhin niedrig ist.
Trockenheit in Bayern bleibt ein Problem
Die hydrologische Lage bleibt über München hinaus angespannt. Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt weist das laufende Abflussjahr ein Niederschlagsdefizit von rund 32 Prozent auf. Bereits 2025 war zu trocken, im Juni 2026 wurde zudem die bislang längste Hitzewelle seit Beginn der Beobachtungen beschrieben.
Aktuell zeigen laut Lagebericht 81 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und Quellen sowie 74 Prozent der tieferen Grundwassermessstellen in Bayern niedrige Werte.
Weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen
Stadt München und SWM wollen die Entwicklung weiter genau beobachten. Sollte sich die Lage wieder deutlich verschärfen, seien weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen.
Langfristig arbeiten die Verantwortlichen außerdem an einer Strategie, um die Wasserversorgung Münchens auch unter veränderten klimatischen Bedingungen mit Trockenheit und Hitzeperioden dauerhaft zu sichern.
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