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Sollen Wiesn-Besucher bald Eintritt zahlen? (Archivbild) — © Felix Hörhager/dpaFelix Hörhager/dpaNach langem Rechtsstreit

Wiesn-Wirt Egger wirft das Handtuch: keine Münchner Stubn mehr auf dem Oktoberfest

Der Gastronom Alexander Egger wird bei der diesjährigen Wiesn nicht mit seinem Zelt vertreten sein. Trotz einer Zusage der Stadt München für die Hühner- und Entenbraterei „Münchner Stubn“ ließ der Wirt die Frist zur Vertragsunterzeichnung am Freitag, dem 3. Juli, um 23:59 Uhr verstreichen. Laut Medienberichten informierten Eggers Rechtsanwälte die Stadtverwaltung über den Verzicht auf den zugewiesenen Standplatz. Als Grund für diesen Schritt gelten unter anderem wirtschaftliche Bedenken; der Gastronom hatte in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass sich der Betrieb eines kleineren Zeltes finanziell schwer rechnet.

Hin und Her mit der Stadt

Zusammen mit seiner Ehefrau Kathrin Wickenhäuser-Egger betrieb der Wirt, der auch eine gleichnamige Gastwirtschaft nahe dem Münchner Hauptbahnhof führt, das 440 Plätze fassende Zelt seit dem Jahr 2022. Dem aktuellen Rückzug gingen mehrere rechtliche Auseinandersetzungen mit der Stadt München voraus. Zuletzt ging der Gastronom juristisch gegen die Vergabepraxis der Stadt vor, nachdem seine Bewerbungen für die großen Traditionszelte Schottenhamel und Paulaner abgelehnt worden waren. Egger strebt eine europaweite Ausschreibung für die begehrten Plätze an. Die entsprechende Verhandlung vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht ist für den 11. September terminiert.

Nachfolge noch nicht klar

Unterdessen steht die Stadtverwaltung vor der Herausforderung, sehr kurzfristig einen Ersatz für die freigewordene Hühner- und Entenbraterden freigewordenen Platz zu finden. Da die Aufbauarbeiten auf der Theresienwiese bereits begonnen haben, bleibt offen, ob ein Nachrücker den logistischen Aufwand in der verbleibenden Zeit bewältigen kann.

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