© Bild: Harald Wisthaler
16.06.2026

5. Juli 2026 - 15. Münchner Sportfestival auf dem Königsplatz

Wenn der Königsplatz wieder zur Sportarena wird: Menschen rennen, springen, probieren aus, fallen, lachen, versuchen es noch einmal. Am Sonntag, 5. Juli 2026, von 10 bis 18 Uhr, gehört der Platz wieder dem Sport, der Bewegung und der Neugierde. Rund 40.000 Besucher*innen waren im vergangenen Jahr dabei und machten das Münchner Sportfestival erneut zu einem der lebendigsten Sportereignisse Deutschlands.

Die 15. Auflage des beliebten Events des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München bietet wieder ein vielseitiges Spektrum an Bewegungs-, Mitmach- und Wettkampferlebnissen für alle, unabhängig von Alter und Fitnesslevel. Gemeinsam mit Vereinen und Partner*innen können knapp 80 Sportangebote kostenlos, ohne Anmeldung und eigene Ausrüstung ausprobiert werden, von Hochseilgarten bis Pickleball, von Fußball bis Trampolin, von Klettern bis Mittelalterkampf. Außerdem lockt ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.

Skimboarding, ein Mix aus Skateboarden und Surfen, begeisterte beim Sportfestival 2025 und kann auch am 5. Juli wieder ausprobiert werden.

Hangeln, springen, schwingen: Mit voller Körperspannung, Kraft, Tempo und Präzision kämpfen sich beim Ninja-Wettbewerb „Minga Warrior“ Teilnehmer*innen verschiedener Leistungsklassen durch spektakuläre Hindernisse.

Highlights sind Deutschlands größter Ninja-Wettkampf „Minga Warrior“, der Trickline Worldcup mit spektakulären Tricks und Sprüngen auf der fünf Zentimeter schmalen Line, die Street Floorball Tour, der Münchner Streetsoccer-Cup und ein Breakdance Battle.

Sportreferent Florian Kraus:

„Das Besondere am Münchner Sportfestival ist die Vielfalt. Zwischen klassischen Vereinssportarten, inklusiven Angeboten, Trend-, Fun- und Nischensportarten entsteht ein Raum, in dem man sich treiben lassen kann. Ein paar Schritte weiter steht man vielleicht schon auf einem Slackline-Band, hält einen Floorball-Schläger in der Hand oder probiert sich im Skimboarding. Beim Münchner Sportfestival geht es nicht um Leistung, sondern um Zugang. Viele Menschen entdecken hier Sportarten, die sie sonst nie ausprobiert hätten.“

Für euch wieder live vor Ort: Arabella München Moderator Uli Florl führt euch mit einem abwechslungsreichen Showprogramm durch den Tag.

Das Sportfestival ist bewusst so konzipiert, dass es Barrieren abbaut. Trainer*innen, Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche zeigen, erklären und motivieren. Über 50 Vereine und Initiativen präsentieren ihre Angebote und machen den Königsplatz zu einem Spiegel der Münchner Sportlandschaft. Für Vereine ist das Festival auch eine Chance, neue Mitglieder zu gewinnen. Ein Verein, der erneut die Gelegenheit nutzt, auf seine Sportart aufmerksam zu machen, ist der Disc Golf München e. V.

Eine Scheibe fliegt, trifft klirrend auf einen Metallkorb, der die Scheibe mithilfe von Ketten auffängt, und plötzlich jubeln Menschen, die sich vor wenigen Minuten noch nicht kannten. Solche Momente entstehen beim Disc Golf. Auch beim Münchner Sportfestival gehört die Nischensportart längst zu den Geheimtipps mit Suchtfaktor. Sie funktioniert ähnlich wie Golf, nur ohne Schläger und Ball. Gespielt wird mit speziellen Wurfscheiben, die mit möglichst wenigen Würfen in einem Korb landen sollen. „Das Schöne am Disc Golf ist die Lernkurve. In der Regel hat man schnell erste Erfolgserlebnisse“, berichtet Boris Eickhoff, 2. Vorstand des Vereins. „Gleichzeitig kennt dieser Sport kaum Hürden: Man braucht nur Turnschuhe und eine Scheibe für 15 bis 20 Euro. Viele Parcours sind frei zugänglich, gespielt wird oft einfach im Park, mit Freund*innen, draußen an der frischen Luft.“ Was viele hält, ist neben dem Spiel selbst die Atmosphäre: „Die Community ist sehr nett und locker. Bei uns spielen alle zusammen – egal ob zehn oder 80 Jahre alt, unabhängig von Erfahrung oder Hintergrund.“

Von links: Verena Bentele, Christina Hering, Natalie Geisenberger, Magdalena Matschina und Dajana Eitberger.

„Sport vermittelt Werte“ – Verena Bentele, 12-fache Paralympics-Siegerin im Biathlon und Langlauf, Weltbehindertensportlerin, Keynote Speakerin

Sport vermittelt Werte, die wir heute mehr denn je brauchen: Mut, Respekt, Teamgeist und die Bereitschaft, immer wieder neu anzufangen. Für mich ist Sport pure Emotion, weil er sichtbar macht, was Menschen erreichen können, wenn sie an sich glauben und sich etwas zutrauen. Das verkörpert das Münchner Sportfestival in besonderer Weise. Es senkt die Schwelle, es öffnet Räume. Ohne Leistungsdruck, ohne Erwartungen. Genau dort, in diesen ersten Versuchen, entsteht oft etwas sehr Kraftvolles: echte Begeisterung, wachsendes Selbstvertrauen und nicht selten eine Leidenschaft, die das Leben verändert. Im vorigen Jahr habe ich Anja Rolfes kennengelernt. Sie hat beim Sportfestival vor zehn Jahren erstmals Crossminton ausprobiert. Im vergangenen Jahr wurde sie Weltmeisterin im Doppel. Solche Geschichten zeigen, was möglich ist, wenn man Menschen den Raum gibt, anzufangen.

„Sport verbindet“ – Christina Hering, zweifache Olympiateilnehmerin über 800 m, Finalistin bei der EM 2022 in München, Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München

Für mich bedeutet Sport so viel mehr als Leistung oder Medaillen. Er gibt Struktur, Energie und Selbstvertrauen. Vor allem aber verbindet er Menschen. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen diese positiven Erfahrungen: sich ausprobieren, Grenzen verschieben, Teil eines Teams sein. Das prägt fürs Leben. Ich freue mich deshalb sehr, in diesem Jahr wieder als Botschafterin dabei zu sein – und diesmal auch in meiner neuen Rolle als Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München. Mit unserem Verein werden wir wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein. Wir möchten zeigen, wie vielfältig Leichtathletik ist und wie viel Freude Bewegung machen kann.

„Sport gibt Selbstvertrauen“ – Natalie Geisenberger, sechsfache Olympiasiegerin im Rennrodeln, Keynote Speakerin

Ich freue mich sehr, Botschafterin des 15. Münchner Sportfestivals zu sein, weil es den ersten Zugang zum Sport ermöglicht: einfach ausprobieren, spielerisch, ohne Druck, ohne Angst vor Fehlern. So sollte Sport für Kinder sein. Heute als Mutter erlebe ich das noch einmal ganz anders. Mein Sohn ist sechs Jahre alt, und ich wünsche mir sehr, dass er ganz viel ausprobiert – Schwimmen, Ballspiele, alles, was ihn interessiert. Gleichzeitig merke ich, wie schwierig es inzwischen teilweise ist, überhaupt einen Schwimmkurs zu bekommen. Das hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig gute und niedrigschwellige Sportangebote für Kinder sind. Gerade deshalb ist es mir auch ein persönliches Anliegen, jetzt, nach meiner aktiven Karriere, bald auch als Schwimmlehrerin zu arbeiten, um etwas zurückzugeben.

„Sport gibt einem die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen“ – Magdalena Matschina, Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln

Ich weiß, wie viel Arbeit hinter einer Goldmedaille steckt: Disziplin, Fokus, Vertrauen ins Team und der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln. Aber all das hat seinen Ursprung in den ersten, einfachen Momenten. Deshalb finde ich das Münchner Sportfestival so wichtig. Es schafft diese niedrigschwelligen Erlebnisse, bei denen Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene verschiedene Sportarten kennenlernen können, ohne Druck und ohne Leistungsdenken. Sport macht Spaß, führt zu neuen Freundschaften, formt Charaktere und gibt einem die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen.

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