© Bild: Peter Pyka
Arabella Buchtipp 01.07.2026

Also gut: Bargeldfieber – ein Gaunerroman über Geld, Loyalität und Kontrolle

Berlin, die neunziger Jahre: eine Zeit, in der vieles möglich schien und manches einfach gemacht wurde. Erwin ist kein gewöhnlicher Ganove. Er organisiert Dinge, die besser unsichtbar bleiben: Geldtransfers, Absprachen, Lösungen ohne Protokoll. Nicht aus bloßer Gier, sondern aus einer Lust auf Leben, die sich nicht in Routinen pressen lässt.

Dann gerät ein Coup aus dem Takt. Ein Komplize ist betrunken, Geld fehlt, und auf einmal interessieren sich nicht nur die Behörden für das, was im Verborgenen laufen sollte. Es beginnt ein Spiel aus Loyalität, Kontrolle und der Frage, wie sauber ein Mensch bleiben kann, wenn das Konto wächst.

Marlize hat den Auftrag, Erwin festzusetzen. Steuerfahnderin, präzise, konsequent. Doch Erwin lässt sich schwer in ihre Aktenlage sortieren. Je näher Marlize ihm kommt, desto gefährlicher wird die Grenze zwischen Auftrag und Gefühl. Im Hintergrund operiert Albatros, ein Netzwerk aus alten Operationen, überlagerten Identitäten und Wahrheiten, die nie ganz verschwinden.

Was als Spiel beginnt, wird zu einer Frage der Kontrolle. Zwischen Geld, Wahrheit und persönlicher Nähe steht plötzlich viel mehr auf dem Spiel als ein Vermögen, das in keiner offiziellen Bilanz auftaucht: Erwins Freiheit, Marlizes Überzeugung und die Frage, wie sauber man bleiben kann, wenn die Welt es nicht vorsieht.

Ein Roman über eine Zeit, in der vieles möglich war – und darüber, was es kostet, sich nicht anpassen zu wollen. Der Auftakt der "Also gut"-Reihe.

 

Peter Pyka, Jahrgang 1971, lebt und arbeitet in Franken. Er ist Kaufmann und bewegt sich seit vielen Jahren zwischen unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen: Musik komponieren, aufnehmen, produzieren, malen. Mit Bargeldfieber führt ihn dieser Weg erstmals in die erzählende Literatur und überträgt seine Lust an Rhythmus, Farbe und Zwischentönen in eine Gaunergeschichte.

In Also gut: Bargeldfieber erzählt er mit warmem Humor, präzisen Dialogen und einem Blick für die moralischen Schieflagen des Lebens. Sein Debüt führt zurück ins Berlin der Neunzigerjahre, in eine Zeit, in der Bargeld noch der König der Straße war.

 

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