Der SKL Glücksatlas 2025 zeigt, dass die Lebenszufriedenheit in Deutschland nur minimal steigt und sich auf dem hohen Niveau der Vor-Corona-Zeit einpendelt. Besonders in Ostdeutschland wächst die Zufriedenheit stärker, wodurch die Glückslücke zum Westen schrumpft. Hamburg bleibt das glücklichste Bundesland, während die Emotionalität der Deutschen insgesamt zunimmt.
Die Lebenszufriedenheit in Deutschland macht 2025 eine Verschnaufpause und nimmt lediglich um 0,03 Punkte auf einer Skala von 0 bis 10 zu. Mit 7,09 Punkten liegt das Zufriedenheitsniveau auf dem gleichen hohen Stand wie vor der Pandemie. Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, wissenschaftlicher Leiter des SKL Glücksatlas 2025, erklärt: „Die Erholung nach der Pandemie ist abgeschlossen. Die Lebenszufriedenheit der Deutschen hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert.“ Der Anstieg des Wohlbefindens ist hauptsächlich auf Ostdeutschland zurückzuführen, wo die Zufriedenheit um 0,12 Punkte steigt, während der Westen mit einem Zuwachs von nur 0,02 Punkten stagniert. Dadurch schrumpft die sogenannte Glückslücke Ost-West Deutschland auf 0,24 Punkte.
Die 16- bis 25-Jährigen sind 2025 zufriedener als vor der Pandemie (+0,11 Punkte), während die Lebenszufriedenheit der Älteren (61 bis 74 Jahre) um 0,09 Punkte abnimmt, was auf Inflation und zunehmende Einsamkeit zurückzuführen ist. Die Zufriedenheit mit Arbeit, Familie und Freizeit zeigt einen leichten Aufwärtstrend, doch die Zufriedenheit mit dem Einkommen sinkt deutlich um 0,21 Punkte im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere in den unteren Einkommensgruppen.
Im diesjährigen Glücksranking Bundesländer 2025 dominieren erneut westdeutsche Bundesländer die Top-Positionen. Hamburg führt das Ranking mit 7,33 Punkten an, gefolgt von Bayern (7,21), Rheinland-Pfalz (7,21) und Nordrhein-Westfalen (7,19). Am Ende der Skala finden wir wie im Vorjahr Bremen (6,89), Berlin (6,83) und das Saarland (6,78). Mecklenburg-Vorpommern bleibt mit 6,06 Punkten weiterhin abgeschlagen auf Platz 16.
Im Mittelfeld sehen wir leichte Verschiebungen: Brandenburg steigt auf Rang 7 (7,10 Punkte), während Niedersachsen (Platz 8; 7,10 Punkte), Baden-Württemberg (Platz 9; 7,09 Punkte) und Hessen (Rang 10; 7,02 Punkte) trotz guter Bedingungen nur im Mittelfeld landen. Sachsen-Anhalt (6,99) und Sachsen (6,96) halten die Plätze 11 und 12. Besonders bemerkenswert ist die starke Verbesserung von Rheinland-Pfalz auf Platz 3 und Thüringen, das mit einem Zuwachs von 0,22 Punkten Rang 6 erreicht. Schleswig-Holstein hingegen fällt nach Jahren an der Spitze auf Platz 5 zurück. Insgesamt nähern sich die Länder auf mittlerem Zufriedenheitsniveau an, was die regionalen Unterschiede im Lebensglück verringert – eine wichtige Erkenntnis der Glücksatlas Ergebnisse 2025.
Die Emotionalität in Deutschland steigt weiter an, was bedeutet, dass Menschen intensiver positive wie auch negative Gefühle erleben. Im Jahr 2025 ärgern sich 30 Prozent der Befragten häufig oder sehr häufig (+8 Prozentpunkte seit 2023), 22 Prozent empfinden oft Angst (+8 Prozentpunkte) und 28 Prozent sind häufig traurig (+7 Prozentpunkte). Gleichzeitig steigt der Anteil derer, die sich oft glücklich fühlen, auf 57 Prozent (+12 Prozentpunkte). Die Deutschen erleben somit intensiver Ärger und Angst, aber auch mehr Glück. Unterm Strich bleibt das allgemeine Wohlbefinden hoch.