Der Nahverkehr in München wird erneut weitgehend lahmgelegt – außerdem streiken die Piloten der Lufthansa.
Zahlreiche Flüge fallen aus.
Ganztägiger Warnstreik am Dienstag im Nahverkehr
Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks im Nahverkehr auf. Unter anderem soll der Arbeitskampf U-Bahn, Bus und Tram in München lahmlegen.
Es kommt somit zu erheblichen Einschränkungen bei U-Bahn, Trambahn und den Buslinien.
Notfallfahrplan von der MVG
Wie die MVG mitteilt, sind von dem Warnstreik am Dienstag vor allem Fahrgäste der U-Bahn, Trambahn und der Buslinien bis zur Nummer 199 betroffen.
Die S-Bahn, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien werden dagegen nicht bestreikt. Die MVG kündigte an, wie bei jedem Streik einen Notfahrplan vorzubereiten. Die Priorität liege dabei wieder bei der Tram-Linie 20 und der U-Bahn-Linie U6.
Den Fahrgästen wird empfohlen, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder im Home-Office zu arbeiten.
Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert und will eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als «realitätsfern» abgelehnt.
Lufthansa-Streik am Montag und Dienstag
Außerdem streiken die Piloten bei Lufthansa – zwei Tage lang bleiben in München nahezu alle Lufthansa-Maschinen am Boden. Betroffen sind Flüge bei der Lufthansa, der Lufthansa Cargo, der Lufthansa Cityline GmbH sowie bei Eurowings. Die Gewerkschaft wirft der Airline vor, bisher noch kein gutes Angebot bei der betrieblichen Altersvorsorge vorgelegt zu haben. Aber man sei gesprächsbereit, hieß es.
Die Lufthansa reagierte darauf mit Unverständnis. Die Forderung nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen betrieblichen Altersvorsorge sei absurd und unerfüllbar.