Fast eineinhalb Wochen nach der Flutwelle in der Höllentalklamm im Kreis Garmisch-Patenkirchen ist heute weiter nach einem vermissten 34jährigen aus dem Kreis Coburg gesucht worden. Kräfte von Bergwacht, Wasserwacht und der Alpinen Einsatzgruppe haben von 8 bis 11 den Hammersbach abgesucht. Der Vermisste wurde nicht gefunden. Weitere Suchmaßnahmen sind derzeit nicht geplant, solange sich keine neuen Hinweise ergeben.
Nach der Flutwelle an der Höllentalklamm vor einer Woche wurde die für heute geplante Vermisstensuche verschoben. Die Pegelstände von Flüssen und Bächen sind nach dem Regen vom Wochenende zu hoch, das hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitgeteilt.
Zu Beginn dieser Woche (15. August) hatte eine Flutwelle nach starken Regenfällen in der Höllentalklamm in Grainau, im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, eine Holzbrücke weggerissen. Augenzeugen zufolge sollen sich zum Zeitpunkt der Flutwelle Personen auf der Brücke befunden haben, zwei davon wurden von den Wassermassen mitgerissen.
Eine Frau hat den Sturz nicht überlebt, sie war am Dienstag tot aus dem Wasser geborgen worden. Untersuchungen von Rechtsmedizin und Kriminaltechnik haben nun bestätigt, dass es sich um eine 33-Jährige aus dem Landkreis Lichtenfels in Oberfranken handelt.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der weiterhin vermissten Person um den Lebenspartner der Verstorbenen handelt, einen 34 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Coburg.
Drei Tage lang waren Helferinnen und Helfer unermüdlich im Einsatz. Die 33-Jährige Frau wurde am Dienstag leblos aufgefunden – rund 400 Höhenmeter unterhalb der Stelle, an der das Wasser sie mitgerissen hatte.