Mit der Aktion am Vortag der fünften Verhandlungsrunde für Bayern will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert und will eine Erhöhung der Entgelte um 550 Euro in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als «realitätsfern» abgelehnt.
Man habe «großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste» und sei sich der angespannten Situation in Anbetracht der hohen Energiepreise bewusst, heißt es von Verdi. «All diese Probleme können jedoch nur politisch gelöst und nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.»
Im aktuellen Tarifkonflikt hat es bereits zahlreiche Warnstreiks gegeben. Zwei davon laufen aktuell noch: In Bayreuth und Bamberg ist der Nahverkehr noch bis zur Nacht von Samstag auf Sonntag betroffen.
Quelle: dpa