Bereits 2016 haben Forscher dem dunkelbraunen Lama zu Forschungszwecken ungefährliche Dosen des Sars- und Mers-Virus injiziert. Diese Viren gehören ebenfalls – wie das aktuell grassierende Virus auch- zu den Coronaviren.
Das damalige Ergebnis der Studie lässt uns heute Hoffnung schüren: Die Lama-Dame hatte nach mehreren Wochen, während welcher ihr immer mal wieder geringe Dosen der Viren verabreicht wurden, tatsächlich Antikörper gebildet, von denen einige tatsächlich die Viren davon abhalten konnten, Zellen zu befallen.
Bei Infektionen bilden Lamas zumeist zwei Typen von Antikörpern – eines davon ähnelt den menschlichen, das andere ist winzig klein und könnte damit einen großen Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten.
Zum Beispiel über ein Inhalationsspray könnten diese direkt an den Ort der Erkrankung gebracht werden und so den Verlauf schwerer Erkrankungen mildern. Auch gilt es als äußerst wahrscheinlich, dass man nach einer Antikörper-Therapie einen sofortigen Schutz gegen die Krankheit hat – im Gegensatz zu einer Impfung, bei der es ein bis zwei Monate dauert, bis der Körper Antikörper gebildet hat. Besonders Risikopatienten könnte so schnell geholfen werden.
Der Nachteil bei einer solchen Antikörper-Therapie ist allerdings, dass die Immunisierung nur eine gewisse Zeit anhält. Um Akut-Erkrankungen zu lindern, ist diese jedoch durchaus sinnvoll.
Die Forscher möchten nun weitere Studien durchführen um letztendlich ein Medikament auf den Markt zu bringen, dass Erkrankten hilft oder Menschen, die in ständigem Kontakt mit Infizierten stehen – beispielsweise Ärzte und Pfleger – besser vor einer Erkrankung zu schützen. Bis dahin müssen wir uns allerdings noch eine Weile gedulden: Frühestens Ende des Jahres könne damit begonnen werden, die Antikörper klinisch zu testen.