Bayern macht sich locker. Weil die Inzidenzen weiterhin sinken, hat das bayerische Kabinett weitgehende Lockerungen beschlossen.
Bis kommenden Sonntag gilt noch die aktuelle bayerische Infektionsschutzschutzverordnung – ab Montag, 07. Juni 2021 greifen weitgehende Lockerungen. So wird der Katastrophenfall aufgehoben. Das hat Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben.
„Mehr Normalität, aber immer noch mit Vorsicht“, das ist das Motto für die kommenden Lockerungen. Massives Impfen führe zu mehr Freiheiten, so Söder. Im Freistaat seien 20 % der Menschen bereits vollständig geimpft. 50 % immerhin einmal geimpft.
Liegt die Inzidenz unter 50, gilt generell keine Testverpflichtung mehr, ausgenommen sind Schulen und Hochschulen. Davon profitieren u.a. die Gastronomie, der Handel und der Sport.
Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen werden deutlich gelockert.
Angesichts der sinkenden Infektionszahlen im Freistaat kommen weitere Lockerungen auch im Innenbereich der Gastronomie. Bei Inzidenzen unter 100 darf die Gastronomie ab Montag auch innen wieder öffnen bis 24 Uhr. Hygienemaßnahmen vorausgesetzt. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, bleibt es bei der Testpflicht, darunter fällt diese weg.
Auch Freizeitparks und Hallenbäder, Solarien und Saunen öffnen wieder bei Inzidenzen unter 100. Clubs und Discotheken bleiben zunächst geschlossen.
Bei Veranstaltungen im Freien sind künftig bis zu 500 Menschen zugelassen, bisher waren 250 die Obergrenze. Allerdings müssen die Menschen sitzen und eine Maske tragen. In Gottesdiensten darf wieder gesungen werden, allerdings nur mit Maske. Laienmusiker wie Chöre oder Blasmusiker dürfen außen wieder proben ohne Teilnehmerbegrenzung. Innen hängt die Zahl von der Raumgröße ab.
Ab dem 21. Juni soll auch in der Schule gelockert werden. Dann gilt bei Inzidenzen unter 100 wieder Präsenzunterricht. Über 100 gilt Distanz- und Wechselunterricht, über 165 wieder Distanzunterricht. Im Sportunterricht müssen Kinder keine Masken mehr tragen.
Die Fußball-EM gilt als Testlauf für weitere Öffnungen. Zusammen mit der Landeshauptstadt wird ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet.
In der Allianzarena sollen bis zu 14.000 Fans zugelassen werden.
Darauf hatten zuletzt die Stadt und der DfB gepocht.
Vor allem die Zu- und Abgänge im Stadion stellen laut Ministerpräsident Söder ein erhebliche Herausforderung dar.