Dem Mathäser Filmpalast, dem Herzstück der Münchner Kinoszene direkt am Stachus, droht das Aus. Ein Investor plant, den erst 2003 eröffnete Kino abzureißen und durch ein neues Quartier zu ersetzen.
„Gemischt genutztes Quartier“: Der Investor hat bei der Stadt bereits eine Baugenehmigung beantragt. Geplant sind sechs neue Gebäudeteile für:
Der Bezirksausschuss (BA) schlägt Alarm - und das zu Recht. Ein Abriss wäre ein riesiger Verlust für München und die gesamte deutsche Kinobranche:
Rechtlich sind der Stadt wohl die Hände gebunden, da das Grundstück in einem Kerngebiet liegt, in dem gewerbliche Neubauten generell erlaubt sind. Ob der Investor das Projekt sofort umsetzt oder erst einmal nur den Wert des Grundstücks prüfen will, ist noch offen.
Sollte der Abriss unvermeidbar sein, stellt die Lokalpolitik zumindest harte Forderungen:
1. Wohnraum first: Bevorzugt wird eine Variante mit hohem Wohnanteil.
2. Kultur muss bleiben: Es soll Platz für einen großen Kultursaal oder zumindest einen Kinosaal sowie Kitas geschaffen werden.
3. Recycling: Da das Gebäude erst knapp über 20 Jahre alt ist, wird ein umfassendes Recycling des Bauschutts gefordert.