Darauf haben wir so lange hingefiebert: Freunde treffen, ins Wirtshaus gehen oder größere Feiern werden wieder möglich! Ab dem Montag nach den Pfingstferien (07.06.2021) gelten in München und der Region gelockerte Corona-Regeln.
In Orten mit einer Inzidenz von unter 100 sind wieder Treffen zwischen Personen aus drei Haushalten erlaubt – mit maximal 10 Personen, plus Geimpfte und Genesene. Geburtstage, Hochzeiten oder Vereinssitzungen sind unter freiem Himmel mit bis zu 50 Menschen erlaubt, in geschlossenen Räumen gilt eine Grenze von 25. Teilnehmer müssen einen negativen Test vorzeigen.
Liegt die Inzidenz unter 50, sind sogar Treffen mit 10 Personen aus bis zu 10 Haushalten möglich. Bei Veranstaltungen wie Geburtstagen und Hochzeiten, dürfen sich unter freiem Himmel bis zu 100 Menschen treffen, in Innenräumen bis zu 50 Teilnehmer – ohne vorherige Tests. In allen Landkreisen von München und der Region werden damit mehr Treffen möglich.
Gastwirte dürfen wieder drinnen und bis 24.00 Uhr bedienen, vorher war das nur im Außenbereich bis 22.00 Uhr möglich. Wer mit Menschen aus einem anderen Haushalt essen geht, muss bei einer Inzidenz über 50 einen negativen Test vorlegen. Auf dem Weg zum Tisch oder zur Toilette müssen Gäste weiter Masken tragen. Reine Schankwirtschaften bleiben zu.
Freizeitparks, Saunabetriebe, Bäder, Indoorspielplätze oder Solarien öffnen wieder – über einer 50er-Inzidenz mit negativem Test, darunter auch ohne. Im Freien entfällt die Maskenpflicht. Geschlossen bleiben dagegen Diskotheken, Clubs und Bordelle.
Auch bei einer Inzidenz über 100 fallen die Testpflicht und die Voranmeldung zum Shoppen weg. Allerdings darf bei einer höheren Inzidenz jedes Geschäft nur einen Kunden pro zehn Quadratmetern Fläche hereinlassen. Händler auf Wochenmärkten dürfen wieder alles verkaufen.
Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel dürfen künftig bis zu 500 Zuschauer besuchen – auch in Hallen und Stadien, sofern diese genug Platz bieten. Laienensembles dürfen wieder ohne Beschränkungen proben. In Musikschulen gibt es wieder Gruppenunterricht.
Alle Sportarten – ob im Freien oder in der Halle – sind mit negativem Test wieder möglich. Im Amateursport dürfen bei einer festen Bestuhlung zudem bis zu 500 Zuschauer dabei sein.
Auch bei Gottesdiensten wird gelockert: Die Gläubigen dürfen in den Kirchen wieder singen, müssen dabei aber weiter Masken tragen. Bei Freiluftgottesdiensten entfällt auch die Maskenpflicht.
Bei einer Inzidenz von 50 kehren die Schülerinnen und Schüler schon nach den Pfingstferien im Präsenzunterricht an die Schulen zurück, bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 voraussichtlich ab dem 21. Juni. Gleiche Regeln gelten für Kitas. Masken und zwei Selbsttests pro Woche sind für Schüler weiter Pflicht.
Ebenfalls ab Montag impfen Betriebsärzte in großen bayerischen Unternehmen gegen Corona. Die erwarteten Impfstofflieferungen werden aber wohl nicht besonders üppig ausfallen. Siemens erwartet ab Dienstag 6000 Impfdosen für die deutschlandweit 90 000 Mitarbeiter. Audi sind für Montag 2500 Dosen in Aussicht gestellt, wie der Autohersteller seine Belegschaft informiert hat. Mit Impfungen starten wollen darüber hinaus unter anderem Allianz und Schaeffler. Im Laufe des Junis wollen auch weniger große Firmen folgen, darunter das Bonusprogramm Payback.
Während in anderen Bundesländern am Montag die Priorisierung bei den Corona-Schutzimpfungen fällt, hält Bayern weiter an der Bevorzugung von Risikogruppen fest. Bei der Terminvergabe in den kommunalen Impfzentren ziehe das Online-Registrierungssystem diese Bürger weiter vor, teilte das Gesundheitsministerium mit.