In Bayern sind bereits erste Schüler zurück an den Schulen und die meisten Eltern hoffen auf ein baldiges Ende von Homeschooling und die Wiedereröffnung der Kindergärten.
Die am Mittwochabend veröffentlichte Studie der Berliner Charité zur Ausbreitung des Coronavirus könnte jedoch einer schnellen Rückkehr zur Normalität in Kindergärten, Kitas und Co. Einhalt gebieten.
Zwar ist die vorab veröffentlichte Studie noch nicht von unabhängigen Experten geprüft worden, allerdings soll diese zu einer wichtigen Erkenntnis gelangt sein: Kinder, die sich infiziert haben, können das Virus ebenso gut weitergeben, wie Erwachsene – auch wenn bei Ihnen die Symptome nicht so stark ausgeprägt seien. Das Forscherteam um den Virologen Christian Drosten berichtet, dass sich die Anzahl der Viren in den Atemwegen der Kinder nachweisen lässt, nicht sonderlich von der bei älteren Patienten unterscheide.
https://twitter.com/c_drosten/status/1255555995671150597
Aus diesem Grund warnen die Forscher vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten. Zwar seien die Zahl der Corona-Infektionen bei Kindern geringer als bei älteren Patienten, dies könne jedoch auch daran liegen, dass eine Testung auf das Virus in den meisten Fällen nur dann vorgenommen wird, wenn sich bei den Infizierten auch Symptome äußern. Dadurch, dass diese meist bei Kindern nicht so ausgeprägt sind, werden diese auch weniger oft getestet. Daraus dürfe dann jedoch nicht darauf geschlossen werden, dass Kinder tatsächlich seltener infiziert und weniger ansteckend seien.