Im Münchner Univiertel bleibt die Lage rund um Kioske und nächtliche Feiern angespannt. Oberbürgermeister Dominik Krause fordert die Betriebe nun deutlich auf, die Regeln einzuhalten.
Anwohner klagen weiter über nächtlichen Lärm, Urinieren und Glasscherben rund um Kioske und Gaststätten im Univiertel. Die Stadt München wollte seit dem Sommer 2025 eine Lösung finden, die Nachtruhe und Feierleben besser zusammenbringt. Dafür gab es Gespräche mit Kioskbetreibern, Gaststätten, Anwohnern und der Verwaltung.
Zum Start der Saison sagten die betroffenen Betriebe zu, nach 24 Uhr kein Flaschenbier und keinen Alkohol to go mehr zu verkaufen. Plakate sollten Feiernde zu mehr Rücksicht, weniger Lärm und sauberem Verhalten bewegen. Aber: Die Situation hat sich nicht spürbar verbessert.
Mehrere Kioske halten sich laut Stadt nicht an die Absprachen. Einige Betriebe verkauften nach Feststellungen der Bezirksinspektion sogar hochprozentigen Alkohol außerhalb der erlaubten Zeiten. Es gab Buß- und Zwangsgelder. Krause verlangt jetzt deutlich mehr Rücksicht. Wenn sich bis Mitte Juli 2026 nichts ändert, will die Stadt das Verkaufsverbot für Flaschenbier schon ab 22 Uhr wieder einführen.