«Aber gerade da, wo Demokratie ihre Basis hat und das Lebensumfeld der Menschen unmittelbar betroffen ist, müssen Frauen in besonderem Maße ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Kompetenzen einbringen», sagte Meier-Pojda weiter.
Wo sind die Hürden?
«Dieses nach wie vor bestehende Ungleichgewicht in der Kommunalpolitik spiegelt nicht die gesellschaftliche Realität und Struktur wider. Denn Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus, was allerdings von der aktuellen politischen Lage in den Kommunen nicht repräsentiert wird.» Ein erster Schritt sei es, Barrieren und Gründe zu identifizieren, die Frauen daran hindern, eine aktive Rolle in der Kommunalpolitik zu übernehmen.
Die Hindernisse seien auf den ersten Blick vielfältig. Meier-Pojda verwies auf männlich dominierte Strukturen, tradierte Rollenzuschreibungen, die Scheu vor Anfeindungen oder Konflikten. «Ein weiterer Grund, der Frauen den Weg in die Politik erschwert oder gar verhindert, ist die erwiesene Mehrfachbelastung, mit der sich Frauen konfrontiert sehen.»
Frauen wollen hartnäckig bleiben
Meier-Pojda versprach: «Wir sind hartnäckig, wir bleiben dran! Nach den nächsten Kommunalwahlen in Bayern müssen wir einer anderen Realität ankommen.» Die Initiative «Bavaria ruft!» werde man weiterhin unterstützen, um für Frauen in politischen Ämtern zu werben.
Der Landesfrauenrat ist ein Zusammenschluss von derzeit 58 Frauenverbänden und Frauengruppen. Er agiert nach eigenen Angaben überkonfessionell, überparteilich und unabhängig.