Viele in München und der Region haben sich den 18. Mai im Kalender rot markiert: Nach langem Verzicht öffnen dort wieder die Biergärten. Zumindest die Münchner Eichhörnchen können allerdings schon früher eine Brotzeit und Getränke im Biergarten genießen.
Weil die Münchnerin Corinna Schmitt regelmäßig auf ihrem Balkon Besuch von den flauschigen Tieren bekam und sie mit Nüssen und Obst fütterte, baute ihr ein Bekannter eine kleine Vesper-Garnitur – im Oachkatzl-Maßstab. Dort können jetzt die Eichhörnchen richtig bayerisch am gedeckten Tisch speisen – so wie es sich gehört, mit Karo-Tischdecke und Steinkrug.
Zu den Rennern im Biergarten von Schmitt sollen vor allem Haselnüsse, Walnüsse, Äpfel, Sonnenblumenkerne und Rosinen gehören. Zucchini und Kürbiskerne seien hingegen nicht so gefragt.
Drei Eichhörnchen kommen immer wieder vorbei – ein schwarzes, ein rotes und ein scheckiges. Dem rotgefärbten hat die Münchnerin auch einen Namen gegeben: „Wir haben es Madame genannt, weil man Zitzen sieht“, sagte Schmitt. Vielleicht müsse es irgendwo auch Junge versorgen. Madame sei inzwischen sogar so zutraulich, dass sie schon mal eine Karotte aus der Hand fresse oder bei offener Balkontür kurz ins Wohnzimmer hopse.